Neues: Cro-Mags, Electric Six, Gaslight Anthem
09 Jan 2009
+++ Cro-Mags +++
Jaaa, also ums vorweg zu nehmen: Es ist bei weitem nicht die Originalbesetzung dieser legendären NYHC-Band. Lediglich Sänger John Joseph ist dabei, unterstützt von einem kleinem All-Star-Ensemble rekrutiert aus den Bands Madball, Leeway und Sick Of it All. Da wird also ein ordentliches Brett bei rumkommen. Kein Frage. Und 1/4 original Cro-Mags halte ich für besser als gar keine Cro-Mags. Support machen Black Friday ‘29, des Ruhrpotts feinste HC-Kapelle.
Mir sind zwei Termine bekannt:
28.02 – Bochum, Zwischenfall
04.03 – Saarbrücken, Roxy
+++ Electric Six +++
Eine echte Live-Rarität in Deutschland sind Electric Six. Das letzte mal, glaube ich, 2003 auf dem Terremotofestival zu sehen. Im Rahmen der Jägermeister-Rockliga spielen sie an mindestens fünf Abenden in Deutschland, da sie die Vorrunde zweifellos überstehen werden und ganz am Ende den Titel einfahren. Ich frage mich wieso die anderen Bands überhaupt antreten. Ha! Die Vorrundentermine der Gruppe „D“ mit den E6, Lemonheads und Trashmonkeys:
23.03 – Stuttgart
24.03 – München
25.03 – Köln
26.03 – Dresden
27.03 – Cottbus
+++ Gaslight Anthem & Frank Turner +++
Das Konzert in Köln am 10. Februar ist ja bereits seit Dezember ausverkauft. Tja, auch ich bin Leidtragender… Allerdings ließ der Veranstalter durchblicken, daß der Gig eventuell in eine grössere Halle verlegt wird. Also Augen und Ohren für die Tickets offen halten!
Primus – The Devil Went Down To Georgia
18 Dez 2008
Hier ein schönes Video, passend zur Vorweihnachtszeit. Der Song ist recht bekannt, gute Coverversionen davon aber selten, die von Primus gefällt mir am besten. Außerdem ist das Video sehr geil. Ich weiss nur noch nicht ob ich Fan vom Teufel oder von den Hühnern sein soll…
T(I)NC – The Cross Of My Calling
12 Dez 2008
The (International) Noise Conspiracy – The Cross Of My Calling
VÖ: 25.11.08 (Burning Heart)
Is zwar nicht brandaktuell, aber entgegen all meiner Befürchtungen haben es die spielfreudigen Schweden tatsächlich bewerkstelligt ein Album in die Welt zu setzen welches alles andere als ein Reinfall ist. Da lohnt es sich doch ne Rezension nachzuschieben.
Nach dem Auftritt von The (International) Noise Conspiracy auf dem diesjährigen Hurricane, hatte ich so meine Bedenken was das neue Album betraf. Die neuen Songs kamen irgendwie angepasst und kraftlos daher. Ob die Band einen schlechten Tag hatte, oder mein Gemüt oder ob im Herbst das Konzept der Produktion nochmal umgeworfen wurde… keine Ahnung. Is auch egal… Denn keine meiner Ängste hat sich bewahrheitet. „The Cross Of My Calling“ holt ein wenig den Geist der alten Alben zurück und ist längst nicht so glatt produziert wie der Vorgänger „Armed Love“. Und das obwohl wieder Rockproduzenten-Chefgott Rick Rubin himself die Regler und Knöppe in den Fingern hatte. Aber ob man seinen Namen wirklich mit aufs Cover unter den Albumtitel drucken muss?! Ich sachma „Ich weiss nich!“…
Das neue Werk wirkt an einigen Stellen relativ soulig, wandert dann zwischendurch in psychidelische Gefilde, allerdings nicht ohne die Schnur zurück zum Anfang gelegt zu haben. Ein bisschen Garage aus den 60er und 70ern, n Schuß Blues und Texte aus der linken Faust. Typisch eigentlich. Yep, „The Cross Of My Calling“ ist ein Album wie man es von The (International) Noise Conspiracy erwarten kann und darf. Es ist aber kein wildes und ungezügeltes Ding geworden wie aus den ersten zwei Jahren T(I)NC, muss es auch gar nich mehr sein, finde ich.
Songtechnisch sehe dem ersten Teil der Platte vorne. Das Intro hättense sich auch schenken können, es klingt so wie das Cover aussieht und soll den Hörer wohl auf den Rest vorbereiten. Danach kommt „Assasination Of Myself“ mit Parolen, Mitsingpart und sehr schönem Gitarrensolo daher, ebenso wie der folgende Track. Nummer 4, „Arm Yourself“, kommt aus der Rhythmusecke und wird vom Schlagzeug dominiert. Sehr geil kommt auch der Orgelpart zum Ende hin. Gefällt mir außerordentlich gut. „Boredom Of Safety“ schrömmelt sich im Midtempo so dahin und hält den Blues innig umarmt. „Child Of God“ klingt zwischendurch sehr nach 70s auf LSD. Und so zieht sich dann auch die zweite Hälfte hin, die dann leider keine Überraschungen mehr bereit hält.
Insgesamt durchaus gelungen die Platte, ne Offenbarung ist sie aber auch nicht. Sowohl für Fans, als auch für Einsteiger kann man durchaus ne Kaufempfehlung aussprechen, aber ohne darauf zu pochen, wohlgemerkt.
The (International) Noise Conspiracy: Website | MySpace | Youtube
Top 10 Rockthrone
10 Dez 2008
Nach meiner künstlerischen Pause, höhö, hier ne aktuelle Top 10, die eigentlich auch ein schönes Spiegelbild meines schizophrenen Musikgeschmacks ist.
Neuentdeckung Frank Turner ist natürlich vertreten, alte Bekannte mit neuem Song, alte Bekannte mit altm Song, die letzten Ausläufer des aktuellen Deichkind-Albums und ein Fossil der letzten Top 10. Außerdem ne klasse Coverversion von Rod Stewarts „Baby Jane“ und die Knüppelhelden Municipal Waste. Ich hoffe herr rockn wird glücklich ;)
Live! Murder By Death (08.12.08)
09 Dez 2008
Club: Gleis 22, Münster
Mitreisende: Axel, Kai, Alex, Matu, Sebo
Andere Menschen: 200 so ungefähr
Eintritt: 12 Eier
Support: Paper Tiger
Endlich mal wieder nach Münster. Die Autobahn Richtung Köln kann ich langsam nich mehr sehen. Der Gig startete im Gleis 22, dessen Aussprache dem bärtigen Frontmann Adam Turla ein paar Schwierigkeiten bereitete… „Gleis zwasig?!“.
Der Zwei-Mann-Support aus Holland namens Paper Tiger war eine sehr angenehme und folkige Untermalung zum standesgemäßen Bierchen und ausspähen des Merchandising, welches den Fans unter anderem ein hübsches Tourplakat (siehe rechts) feilbot. Das Ding wurde natürlich mitgenommen. Zwischen den beiden Bands wurden die Besucher übrigens fleissig mit den Murder City Devils beschallt. Man hätte kaum eine bessere Wahl treffen können.
Irgendwann zwischen 21.30 und 22.00 eroberten dann Murder By Death die kleine Bühne des Gleis 22. Die Band brauchte zwei, drei Songs um reinzukommen, zeigte sich dann aber recht gut aufgelegt und scherzte zwischen den Songs immer mal wieder herum. Ab und an hatte ich allerdings den Eindruck, die Jungs und das Mädel würden ein wenig überhastet durch ihre Songs zocken. Kam beim letzten Mal in Köln irgendwie besser rüber. Die Songauswahl hat jedoch keine fast Wünsche übriggelassen. Nur „Shiloa“ und „Fuego!“ habe ich vermisst. Ahso… und „Killbot 2000″, aber man kann ja nich alles haben. Als Entschädigung gab Adam Turla in der Zugabe ein feines Solostück zum besten. Und zwar eine wirklich gelungene Version von Nancy Sinatras „Bang Bang (My Baby Shot Me Down)“. Und das hat er sich laut eigener Aussage zum allerersten Mal vor Publikum getraut. Hut ab! 1+!
Jez muss ich aber noch n bissken meckern: So gerne ich kleine Clubs auch mag, aber das Gleis 22 ist eine beschissene suboptimale Location für Normalgewachsene wie mich. Bei einer Deckenhöhe von gefühlten 1,43 Metern war die Bühne ganze gefühlte 2 Zentimeter hoch. Gesehen habe ich nur den Kopf des Sängers. Oder des Bassisten. Manchmal. Also in meine Lieblingsliste für Konzertorte kommt das Gleis 22 nich. Obwohl der Rest sehr sympathisch wirkt.
Achso, Bassist Matt Armstrong brachte übrigens noch die korrekte Fassung „Gleis Zweiundzwanzig“ inklusive Standardamiakzent ins Mikrofon ^^
Ans Herz gelegt: Frank Turner
05 Dez 2008
Der Typ hier, Frank Turner, ist für mich die größte Entdeckung dieses Jahres. Alles fing an mit dem Levellerskonzert im letzten Monat, als meine Freundin mir nen Link schickte… „Hier hör mal rein, der supportet die Levellers in Eindhoven“. Fand ich sehr angenehm was da auf MySpace zu hören war, „also pünktlich zum Konzert anreisen“ dachte ich. Tjo… und dann… eine echte Offenbarung. Der Typ ist so echt wie nur irgendwas, während seiner Show hat man gemerkt wie sehr ihm die Musik am Herzen liegt und die Art und Weise wie er die Texte vortrug war beängstigend leidenschaftlich.
Also Herr Turner, Jahrgang 81, waschechter Engländer, hat zumindest mich voll und ganz überzeugt, daher kann ich Euch den Kerl einfach nicht vorenthalten. Wie man sich schon denken kann ist er Sänger/ Songwriter und zwar einer der Güteklasse A+. Seine Musik ist geprägt von vielfältigen Melodien, gefühlvollen Passagen und mitreissenden Gefühlsausbrüchen. In jedem Takt steckt ein grosses Herz und ein unstillbares Bedürfnis sich mitteilen zu müssen. Die Texte handeln von dem was wirklich wichtig ist: Vom Nichterwachsenwerdenwollen, vom Gestern, Heute und Morgen, von Freunden, Liebe, Musik, von besonderen Momenten und durchzechten Nächten. Einfach nur großartig.
Bisher existieren diverse Scheiben von Frank Turner. Ne Demo von 2005, 2 EPs „Campfire Punkrock“ und „The Real Damage“, 2 reguläre Alben „Sleep Is For The Week“ von 2007 und das dieses Jahr erschienene Ding „Love Ire And Song“. Ganz frisch am 1. Dezember erschienen ist „The First Three Years“, welches eine Zusammenfassung seines bisherigen Schaffens abseits der regulären Veröffentlichungen ist.
Zu meiner Begeisterung, die ich ja gerne nach außen trage wenn es Musik geht, möchte ich sagen, daß sie im Bezug zu Frank Turner doch was spezielles ist. Es gibt einen riesigen Haufen gute Musik, oben auf diesem Haufen findet sich viel sehr gutes Zeug, und ganz an der Spitze, da thront die handvoll Musik die einen zu Tränen rührt und ein warmes Gefühl in der Brust erzeugt, weil sie Seelen zu berühren vermag. Ohne Scheiss… Zu dieser Musik gehört die von Frank Turner.
Live! Levellers (20.11.08)
21 Nov 2008
Club: Effenaar, Eindhoven (NL)
Mitreisende: Alex
Andere Menschen: 700 schätz ich ma
Eintritt: 18 Tacken
Support: Frank Turner
Aus Ermangelung an Deutschlandgigs der Levellers in 2008 mussten wir halt mal ne kleine Reise in eines unser Nachbarländer unternehmen. Es ging in die Niederlande nach Eindhoven. Aber vom Ruhrpott aus isses ja gar nich so weit. Untergekommen sind wir in einem sympathischen Ausbildungshotel, wo alles ein bisschen holprig von statten ging. Es war aber sehr nett und das „De Rooi Pannen“ echt zu empfehlen. Nur mal nebenbei. :)
Ich war ja der Meinung vor ein paar Jahren schomma im Effenaar gewesen zu sein. Aber die Location sah irgendwie ganz anders aus. Hm, vielleicht ist der Laden ja umgezogen oder so. Jedenfalls war der Raum ziemlich groß und hoch und ausladend und fast rechteckig und hatte Metall an den Wänden bis zur Decke. Sehr cool kam das Betreten über eine steile Treppe, die man besoffen nach Möglichkeit meiden sollte, man kam quasi von steil unten und stand dann plötzlich mitten im Raum.
Nach ner Stunde Warterei und ein paar Bierchen später betrat dann der Support die Bühne. Die Ein-Mann-Show namens Frank Turner hatte noch nen Kumpel dabei der ihn an den Tasten und Mundharmonika unterstützte. So. Jedenfalls ist dieser Frank Turner aus Winchester ne echte Nummer. Der Kerl ist wirklich richtig gut und spielt intensiven, gut gelauten und folkigen Akkustikkram mit Ansage auf seiner Klampfe. Diesem Typen werde ich den nächsten Tagen hier bestimmt noch mal n Feature verpassen. Nicht verpassen! Frank Turner!
Ahso. Ist das eigentlich normal? Es kam uns so vor als würden unsere holländischen Freunde den Support als musikalische Untermalung zu Diskussionen, Klatsch und Tratsch wahrnehmen. Die haben echt in einer Tour gelabert und der gute Frank konnte sie nicht überspielen. Nu denn… wollt ich mal gesagt haben.
Nach einer recht langen Pause betraten meine musikalischen Helden die Bühne. Die alten Herren Folkrocker kommen aber noch ohne Rolli und Gehhilfe aus. Verzerrt ging der Opener zur Sache. Belaruse war das, gefolgt von The Fear und Burn America Burn vom neuen Album. Herrlich! War das schön! Endlich wieder die Levellers live zu sehen. In der Folge gabs einige Songs vom neuen Album, No Fight No Flight zum Glück auch, ganz viele von der Levelling The Land, und die kamen ganz fantastisch rüber. Der Hammer! Geschlossen wurde das Set von Dirty Davey und Liberty.
Es wurde wieder mal deutlich. Auch nach 20 Jahren Bandgeschichte haben die Levellers nichts von ihrer Bühnenpräsenz eingebüßt und sind auf der Bühne eine echte Bank für Spaß, musikalische Qualität und inhaltliche Authenzität: Die Zeile „Your policies have failed the test of time, Cos you sold them down the river-o“ ist 17 Jahre alt und heute aktueller denn je.
Ich weiss nicht, ich glaube es war das zehnte oder elfte Konzert der Levellers, dem ich beiwohnen durfte. Für meine Freundin war es das erste und so wie sie sich amüsiert hat ganz bestimmt nicht das letzte. ^^ Jedenfalls freuen wir uns schon auf den Gig im Februar 2009 in Köln.
Levellers: Website | MySpace | Youtube
Frank Turner: Website | MySpace | Youtube
Municipal Waste – Headbanger Face Rip
12 Nov 2008
Für alle Freunde der gepflegten Knüppelei hier ein schönes Video von Municipal Waste. Das Ding bietet Trash, 80er-Splatter und Selbstironie in Personalunion. Viel Spaß! Hihi!
Sendepause
06 Nov 2008
Nachdem ich länger nix geschrieben habe, wollt ich mich mal kurz melden. Zur Zeit finde ich weder Zeit noch Muße vernünftige Inhalte für den rockthrone zu verfassen. Im Büro stapelt sich die Arbeit, ein Umzug in ne neue Bude steht bevor, es gab keine Konzerte und neue Musik findet zur Zeit auch nicht im grossen zu mir… soviel zu den Ausreden.
Bald bin ich aber wieder da. :)
Grand Café – Put A Little Grease On My Axe
24 Okt 2008
Grand Café – Put A Little Grease On My Axe
VÖ: 06.10.08 (Tuba/Phonofile)
Unverhofft kommt oft, wie man so schön sagt. In diesem Fall gleich doppelt… Zum einen haben Grand Café es tatsächlich endlich zustande gebracht ihr Talent auf einen Longplayer zu verewigen. Und zum anderen durfte ich gestern ein Exemplar davon in meinen Händen halten und mein Eigen nennen. Als nachträgliches Jubeltagsgeschenk quasi. Einen fetten Dank an Tim an dieser Stelle!
So. Nu aber zum Hauptdarsteller: Mit „Put A Little Grease On My Axe“ haben Grand Café ein richtig schickes Baby in die Welt gesetzt. Schön eingängig und facettenreich, ein bisschen dreckig natürlich und 11 Songs voller Liebe zum Rock’n'Roll. Feinste Zutaten haben die Herren gewählt: bewährte Bluesrhytmen, Gitarren aus der 60er-Garage, und soulige Stimmen von ganz bestimmt hübschen Ladys im Background. All das zusammengemixt im Hardrockmixer und akzentuiert mit wohlplatzierten Gitarrensoli ergibt den ergreifenden Geist des Albums. Man merkt, es ist genau, ganz genau der Sound den Grand Café haben wollten.
Wer also Bands wie die Hellacopters, die Diamond Dogs oder, ja, auch die Stones mag, der kommt nicht an dieser Band vorbei. Aber eigentlich kann ich soviel Blabla schreiben wie ich will: Kauft die Platte! Hört sie Euch an. Ein echter Tipp! In alle Songs kann man reinhören, wenn man auf diesen Satz klickt.
Achso! Grand Café kommen aus, natürlich, Skandinavien. Norwegen genauer gesagt. Denn alles Gute kommt von oben, um diesen Beitrag dann auch mit einer Redewendung tu beenden.

