The Solution kündigen neues Album & Tour an
30 Nov 2007
Was freu ich mich! Nach dem hinreissenden ersten Album „Communicate!“ kommt im alten Stil die neue Scheibe „Will Not Be Televised“ am 27. Dezember 2007 in die schwedischen Regale. Eine Importversion wird über scottmorganmusic.com erhältlich sein. Und jetzt die Sahnehaube: Gleichzeitig ist eine Europatour für 2008 angekündigt! Ohouuu, bin ich aufgeregt!
Quelle: scottmorganmusic.com
Wem The Solution noch kein Begriff sind, der lese hier unbedingt weiter…
Zusammen mit einer mehrköpfigen Band, inkl. Backgroundchor, bilden Nicke Andersson (seines Zeichens Kopf der Hellacopters) und Scott Morgan (einer Ikone des Detroit-Garagen-Rock’n'Roll) The Solution. Der Sound scheint direkt aus der guten alten Motown/Stax-Zeit zu kommen und ist also richtig schöner, grosser, mitreissender Soul der Extraklasse. Das Ganze kriegt noch ein bisschen Garage und Blues mit auf den Weg und fertig ist der Klang eines der wohl besten Nebenprojekte aller Zeiten. Wer jetzt auch nur ein winziges bisschen neugierig geworden ist, der höre/sehe sich bitte dieses Video auf Youtube an. Es lohnt sich!
The Solution: Youtube
Der Klassiker #2 – Relationship Of Command
28 Nov 2007
At The Drive-In – Relationship Of Command
VÖ: September 2000 (Grand Royal Records)
Himmel hilf! Was war ich süchtig nach diesem Album, über Wochen habe ich nichts anderes gehört, nachdem ich dem Ding zum ersten Mal mein Ohr lieh. Auch heute noch höre ich das dritte und letzte Album von At the Drive-In am liebsten 3-4 mal hintereinander und bin immer wieder regelrecht entzückt.
Zwar konnte „Relationship Of Command“ nachhaltig keine Musikgeschichte schreiben, da es doch zu weit von den üblichen Konventionen entfernt ist und sich in einem eigenen Mikrokosmos bewegt. Dennoch ist es eine Ikone, die jeder Gitarrenfetischist in seiner Sammlung haben muß!
Was dieses Album so besonders macht, wollt Ihr wissen? Es ist diese unglaubliche Energie vor der dieses Album so strotzt. Jeder einzelne Takt legt eine Zündschur ins Gehirn und lässt dort irgendwas mit einer Wucht explodieren, die die Beine und Hände zappeln lässt. Ohne Scheiss! Es ist die wahre Wonne…
Die Songs sind in sich schon so vielfältig, daß man sich fragt wie eine Band es schaffen kann derart kreativ zu sein ohne dabei den roten Faden zu verlieren, der sich durch das ganze Album schlängelt, zuckt und dreht. Hier findet man keine Routine, denn At The Drive-In sind Ihre eigene Schablone. Musikalisch auf höchstem Niveau verschachtelt die Band aus Texas Rhythmen, Melodien und seltsame Klänge, daß einem der Unterkiefer runterklappt. Ohne Scheiss! Es ist die wahre Wonne…
Bei einem Werk dieser Güte gibts keine Highlights zum rauspicken. Jeder Song, aber wirklich jeder Song, weist nicht die geringste Schwäche auf. Wie ich schon verdeutlicht habe, strotzt die Scheibe nur so vor Kraft und kommt nur in den Stücken „Quaratined“, „Invalid Letter Dept.“ und „Non-Zero Possibility“ zur Ruhe. Manche Songs wiederum knüppeln sich durch die Takte, aber ohne jemals platt zu wirken, z.B. „Mannequin Republic“. Andere warten zwischendurch mit überraschenden Singalongs auf oder verfallen in kurze Ruhephasen um dann wieder zu explodieren. So zum bei Beispiel „Cosmonaut“, meinem Lieblingstrack. Ohne Scheiss! Es ist die wahre Wonne…
Nicht unerwähnt sollten auch die zwei Gastauftritte von Punkrockveteran Iggy Pop bleiben. Am Anfang von „Enfilade“ spricht er den Kidnapper und bei „Rolodex Propaganda“ gibt er die Back-Up-Vocals zum besten.
Das Album hat aber auch einen bitteren Beigeschmack. At The Drive-In befanden sich gerade auf Tour als der kommerzielle Erfolg urplötzlich auf sie einstürzte, woran die Band schließlich zerbrach. Tausende statt Hunderte Besucher je Konzert, Interviewanfragen am laufenden Band und Dauersendung auf MTV war zuviel und so wurde die Tour in Deutschland unterbrochen. Kurze Zeit später gab die Band ihre Auflösung bekannt…
Hut ab, Nathan Hughes!
22 Nov 2007
Letztens habe ich mal Fabis noch recht frischen Blog für Bassisten (Update: Blog ist wech)besucht und mir wurde ein Song vorgestellt, den ich ziemlich geil finde. Nachdem ich ihn jetzt über ein paar Tage öfter mal gehört habe, dacht’ ich mir, den Song und insbesondere den Musiker hier mal vorzustellen. Es ist der Solomusiker Nathan Hughes mit seinem Song „Glove“. Das spannende dabei ist, daß der noch recht unbekannte Amerikaner aus Massachusetts sich selbst nicht klassisch mit der Gitarre begleitet, sondern mit nem E-Bass. Sehr schön!
N toller Song, sehr geile Basszockerei und ein ansprechendes Video. Kurzum: Es gibt keinen Grund, sich das Ding nich sofort anzugucken. Viel Spaß! :)
Konzerte im Dezember 07
20 Nov 2007
Et iss wieder soweit. Die Konzertübersicht für den nächsten Monat ist fällig. Denn auch im Dezember werden wieder die Instrumente gequält und die Ohren entzückt.
Im Dezember buhlen u.a. folgende Bands um die Gunst des Publikums:
Arctic Monkeys, Agnostic Front, Adolescents, Beatsteaks, Black Friday 29, Boozed, Cuba Missouri, Caliban, Gods of Blitz, Gogol Bordello, Hardcore Superstar, Heartbreak Engines, Ignite, Kilians, Machine Head, Madball, Motörhead, Marylin Manson, Mr. Irish Bastard, New Model Army, Porcupine Tree, Phillip Boa and the Voodoo Club, Ravonettes, Settle the Score, Super Furry Animals, The Dubliners, The Hives, Turbonegro, Two Gallants und Zero Mentality.
Live! Monsters Of Liedermaching (16.11.07)
19 Nov 2007
Club: Zentrum Altenberg, Oberhausen
Mitreisende: Marko, Matthias und meine Wenigkeit
Andere Menschen: pfff… 120?!
Eintritt: 1160 kleine Steinchen im VVK
Support: Die Monsters brauchen keinen…
Ach verdammt, ich finde keinen gescheiten Anfang… Also falle ich gleich mit der Tür ins Haus. Es war ein großer Spaß, das Bier ging runter wie Öl und die Monsters mit den Gitarren waren ebenfalls bester Laune. Zumindest hatte ich den Eindruck, da es mein erstes Konzert der Monsters of Liedermaching war, habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Aber ich bin mir schon ziemlich sicher…
Jedenfalls war das mehr als dreistündige Konzert mehr als kurzweilig und viel zu schnell vorbei… Ihr Schweine! Ihr hättet auch ruhig noch ne vierte Zugabe geben können ;) Obwohl ein großer Teil des Publikums mit den vier Buchstaben auf nem Stuhl saß, konnten fast alle einfach nicht anders als Party zu machen und trotz teils eklatanter Textunsicherheit (zumindest meinerseits) mitzusingen und im Takt zu klatschen. Besonders lustig ist übrigens geräuschloses Klatschen… ^^ und als Freund von Situationskomik kommt man auch nich zu kurz, da die Herren mit den Gitarren allesamt die Worte „spontan“ und „schlagfertig“ auf der Stirn stehen haben.
Es war also ein lustiger, feucht-fröhlicher Abend und ich muß hier die Empfehlung aussprechen unbedingt mal ein Monsters-Konzert zu besuchen! Tja… mehr sage ich jez nich. Selbst erleben!
Neues von Weezer
15 Nov 2007
Ja endlich! Für den 22. April 2008 ist die Veröffentlichung eines neuen Albums von Weezer angekündigt. Viele Infos gibts noch nich, nur hier und da etwas Gemunkel im Netz. Zum Beispiel, daß das neue Werk soll schlicht „Album Six“ heissen soll und an einem ungewöhnlichen Ort aufgenommen wurde. Freuen wir uns also und harren der Dinge die da kommen.
Außerdem wird noch im Dezember dieses Jahres, und zwar am 18., ne Soloplatte von Frontmann Rivers Cuomo erscheinen. Auch schön!
Quellen: intro.de, albumsix.com, wikipedia
The Coral sagen Tour ab!
14 Nov 2007
So ein Ärger! Da haben die Jungs ein so bombiges Album abgeliefert, ne Tour mit Zwischenstopps in Deutschland angekündigt und watt is? Nix! Hmpf!
Naja, kann man aber auch nix machen. Ihren Gitarrero Bill Ryder-Jones hats erwischt und ist wohl nicht in der Lage zu zocken. Da kann man nur hoffen, daß es Ersatztermine gibt. Zum Glück gehöre ich zu der Ich-kaufe-Tickets-auf-den-letzten-Drücker-Fraktion und gucke nich ganz so dumm aus der Wäsche. Aber schade isses trotzdem… :(
Folgende Termine in Deutschland sind abgesagt:
19.11. Berlin, 20.11. Hamburg, 23.11. Köln, 26.11. München
Achso: Gute Besserung an Herrn Ryder-Jones!
Quelle: intro.de
Die Szene im Himmel des Rock’n'Roll
13 Nov 2007
Letztens habe ich mit meinem Mitbewohner darüber fantasiert wie es wohl im Himmel des Rock’n'Roll aussehen würde. Wahrscheinlich wäre dieser Ort im christlichen Sinne die Hölle… Oder wo sonst kommen Leute wie Janis Joplin und Jimi Hendrix hin? Ist ja auch egal. Man stelle sich mal vor! Der Himmel des Rock’n'Roll ist wohl ein schnukeliger Club ganz im 70er-Stil eingerichtet. Ein kleine Bühne und eine lange, lange Theke. Viele kleine versteckte Hinterräume die man nur erreicht, wenn man weiss wo es zum Klo geht. Überall hängen Gitarren an den Wänden rum und das Licht ist gedimmt. Es wurde niemals gelüftet und das wird es auch nie. All die Legenden sitzen da also irgendwo rum, schreiben neue Songs, saufen sich die Hucke zu und beamen sich einen Joint nach dem anderen rein!
Kurt Cobain flucht wahrscheinlich ständig weil überall auf der Welt nur „Smell Like Teen Spirit“ gespielt wird, ganz so als ob er keine anderen Songs geschrieben hätte. Rein äußerlich ist er aber wieder in Ordnung. Mal sehen was passiert wenn Courtney Love dort auftaucht. Jim Morrison lässt sich wohl täglich Neuigkeiten aus England bringen. Er wartet nämlich sehnsüchtig auf Pete Doherty. Kann ja nich mehr lange dauern… Elvis Presley, Carl Perkins und Johnny Cash machen als „Million Dollar Trio“ weiter bis auch Jerry Lee Lewis eintrifft und Brian Jones hat schon mit dem Gedanken abgeschlossen, daß die restlichen Stones wohl nie mehr über die Wupper gehen. Die Alien-Theorie ist ja hinlänglich bekannt. Rory Gallagher hockt übrigens jeden Tag mit seinem Idol Muddy Waters zusammen, die schreiben Blues-Rock für die Ewigkeit und Frank Zapp jammt jeden Tag mit Freddie Mercury, während John Lennon regelmäßig großartige Soloplatten veröffentlicht.
So stellen wir uns das vor. Haufenweise gute Musik, Abend für Abend betend vor der Bühne knien, den Besten lauschend. Alle Platten gibts für lau und Eintritt ebenfalls. Oder kostet der Tod etwas? Vom Leben mal abgesehen…
Fragt mich nicht wie ich darauf komme, aber Ms. Hilton und Ms. Spears geben sich ja auch größte Mühe in der letzten Zeit. Die werden allerdings in die Klingeltonhölle kommen. Genauso wie die Idioten die via Handy die Umwelt mit Plastik-R’n'B verseuchen. Was für eine grausame Vorstellung, ich mag gar nich weiter drüber nachdenken…
DVD – Please Experience Wolfmother (2007)
10 Nov 2007
Wolfmother – Please Experience Wolfmother
VÖ: September 2007 (Modular)
Vorgestern lief mir wieder ein Amazon-Will-Und-Muss-Ich-Haben-Ding über den Bildschirm. Klick Klick Klick und bestellt war das Teil. Keine 24 Stunden später hielt ich dann „Please Experience Wolfmother“ in der Hand. Auch wenn sie tatsächlich um die 20 Tacken gekostet hat, musste ich sie einfach haben. 2006 hatte ich ja schon Wolfmother auf dem Hurricane verpasst. Asche auf mein Haupt, das musste korrigiert werden.
Gestern Abend habe ich dann sofort die Konzertaufzeichnung in meine Glotze gebeamt und saß dann gute 80 Minuten mit den Handflächen trommelnd, Luftgitarre spielend und mitsingend auf meiner Couch und war recht entzückt ob der Live-Qualitäten dieser Band. Wer Wolfmother kennt, weiss was ihn erwartet und wem die Australier noch fremd sind dem lege ich den Trailer (siehe unten) zu dieser DVD an Herz.
Da jodeln die Jungs vor schätzungsweise 5000 Menschen in ihrer Heimatstadt Sydney einen vom Brett, daß es sich gewaschen hat. Erwartungsgemäß sehr energetisch, laut und kompromisslos. Rock’n'Roll eben. Das Tolle ist, daß die DVD es vermag den Sound sehr ansprechend rüberbringt. Er wirkt sehr klar, aber klingt immer noch nach Live. Ich wage mal zu behaupten, daß da nix mit Overdubs gelaufen ist. Zum Glück! Macht auf jeden Fall Spaß zuzuhören und zuzusehen, denn die Bühnenperfomance kann sich ebenfalls sehen lassen. Vor allem Bassist und Organist Chris Ross hat mich immer wieder auf irritierende Weise beeindruckt… Stolziert er doch mit seiner E-Orgel inklusive Gestell über die Bühne wie es Mick Jagger mit seinem Mikrofon tut.
Einziges Manko ist, daß die Stimmung des Konzerts nicht wirklich befriedigend rüberkommt. Da habe ich schon besseres gesehen/gehört. Aber wie gesagt: Der Sound ist wirklich Top und der Schnitt, sowie Kameraführung sind konstant und zeigen schöne, abwechslungsreiche Bilder ohne nervige, schnelle Schnitte.
Abgesehen von der Konzertaufnahme, mit dem Set des bisher ersten und einzigen Albums, sind noch kurze Live-Aufzeichungen von anderen Konzerten zu finden, insgesamt 5 Videos glaube ich und eine Collage von Statements der Band, was gerne etwas ausführlicher hätte sein können. Das Bonuszeug ist also leider nur Standard, aber dafür nicht minderwertig. Schön ist aber die Drumherum! Ein matt glänzendes, kleines Büchlein im DVD-Format mit tollen Fotos und eingesteckter DVD. (Zumindest bei der Deluxe Version, die ich mir zugelegt habe) Ahso: N Poster ist übrigens auch noch dabei…
Fazit: Lohnt sich für Wolfmother-Fans in jedem Fall. Begeisterte Konzertgänger, werden ein wenig die Atmosphäre eines solchen Konzerts vermissen, was aber durch die sonst durchgänig hohe Qualität der DVD wieder wett gemacht wird.
Please Experience Wolfmother: Trailer bei Youtube
The Coral – Roots & Echoes
08 Nov 2007
The Coral – Roots & Echoes
VÖ: August 2007 (Deltasonic)
Manchmal sitzt man einfach nichts ahnend in der Gegend rum, hört hier rein, hört da rein und ehe man sich versieht hat man nen Diamanten im Gehörgang sitzen. Ähhh… Wo kommt denn der her? Zack! Blitzimplantiert von den Jungs von The Coral. Aber nach der Reihe…
Also The Coral kenne ich schon länger, daß die Band gut ist vermochte ich bereits zu erkennen und habe auch einige Songs schätzen gelernt, so richtig wollten die Band aber nie bei mir zünden… Jez isses passiert! Hallelujah! Und geschafft haben Sie es mit Ihrem im August 2007 erschienen Album Roots & Echoes.
Dieses Kleinod ist eine Offenbarung von Meldodien, traumhaften Arrangements und Harmonien. Es einfach nur schön dieses Album zu erleben. Es nimmt den Hörer mit auf Reise die mal wild und aufregend anmutet („Who’s gonna find me“, „In the Rain“) um im nächsten Moment wieder verträumt über lange Landstraßen zu gleiten („Jaqueline“, „Rebecca You“). Manchmal rätselhaft und verspielt klingen die Songs, aber ohne aufgesetzt zu wirken. Ganz groß! Vor allem für eine so junge Band. Nun denn, das Ganze gipfelt dann in einem Song names „She’s got a reason“, welcher prompt meine Top 10 2007 geentert hat. Der Song trägt einen soweit weg und erzeugt ein geradezu unheimliches Hochgefühl. Nur geil!
Der Sound dieses Albums ist ein etwas anderer als von den vorherigen Platten von The Coral. Er ist ein bisschen Retro, Vintage, so ein 60s-Klang und würde Herrn Tarantino ganz bestimmt gefallen. Manchmal erinnert er ein bisschen an The Doors… Reinhören! Und dann kaufen! Herrlich!
The Coral sind im übrigen vom 19. – 26 November in Deutschland zu Gast. Man sieht sich in Köln!

