Hellacopters – Head Off
30 Apr 2008

The Hellacopters – Head Off
VÖ: April 2008 (Pychout Records)
Für alle die es noch nicht wissen: „Head Off“ ist das Abschiedsalbum der Hellacopters. Nach einer noch folgenden Farewell-Tour wird das Buch um die skandinavischen Rock’n'Roll-Helden zugeklappt.
Nun zur Platte… Es ist ein Cover-Album! Ürgs? Ist aber gar nicht so schlimm! Es handelt sich ausschließlich um Songs von den Bands die den Hellacopters verbunden sind und in ihrer Geschichte begleitet haben. Ich finde es eine sehr schöne Idee, mit dem letzten Album seine Bühnenfreunde und -kollegen zu würdigen. Was dabei rausgekommen ist? Dazu später mehr…
Erstmal möchte ich noch ausdrücklich die wirklich gelungene Special Edition der CD-Version des Albums lobpreisen. Es kommt in einem Papercase daher, also einer kleinen Pappschachtel. Außenrum ein gelungenen Artwork und innendrin ein Button und ein Aufnäher. So! Jetzt kommts… Die Oberseite der CD ist mit Vinyl beschichtet, berillt und hält noch einen Bonustrack für den Plattenspieler bereit. What the heck!?! Jawoll!!!
Kommen wir wieder zum musikalischen Teil: Der fällt leider nicht ganz so glänzend aus wie der Rest. Keine Frage, es ist solide und hochwertig was die Copters hier abgeliefert haben, aber es fehlt der Biss der schon auf dem letzten Album „Rock & Roll Is Dead“ vermisst wurde. Irgendwie schade, daß das letzte Werk einer echten Tritt-Arsch-Band nicht auch Tritt-Arsch-Album wurde. Die Songs lassen einen Luftgitarre spielen und mitsingen, aber der letzten Kick, der Hammer auf die Omme, der das Herz aufgehen lässt, der kommt leider nicht immer an. Ansonsten haben sich die Jungs viel Mühe gegeben und kaum einer der Coversongs ist als ein solcher zu indentifizieren, es tragen alle den typischen Stempel der Hellacopters. Auch stören sich die Tracks nicht gegenseitig in ihrer Zusammenstellung, es wirkt alles sehr harmonisch. Es ist ein feines Teil geworden… doch, muss man sagen! Aber reicht leider nicht ganz an die älteren Produktionen heran.
Alles in allem muss ein Hellacopters-Fan „Head Off“ einfach besitzen, Interessierte sollten sich einen Kauf überlegen oder warten bis die Preise sinken. Leute die auf der Suche nach was Neuem sind, sollten besser mit einem früheren Album der Copters einsteigen.
Murder By Death – Red Of Tooth & Claw
29 Apr 2008

Murder By Death – Red Of Tooth & Claw
VÖ: März 2008 (Vagrant Records)
Das dritte Werk dieser wertvollen Band ist ein echter Kracher! Bietet es doch das allerletzte Quentchen Klasse und Beständigkeit welche „In Bocca al Lupo„, dem Vorgänger, noch fehlte. Sämtliche Songs sind nun durchgängig von gleich hoher Qualität und weisen so gut wie keine Schwächen auf.
Es macht unglaublich viel Spaß mit den Songs, die dieses Album bietet, zu schwelgen und zu täumen. Allerdings auf eine aufregende Art und Weise, nie langweilig oder eintönig. Keine Ahnung wie Murder By Death es vollbringen diese Gegensätze in Töne zu bannen…
Die phantastische Stimme von Sänger Adam Turla ruht im Zentrum und bändigt die Instrumente mit einer beeindruckenden Coolness, um sie genau im richtigen Augenblick von der Kette zu lassen. Allerdings wirkt das nicht wie ein Kampf, sondern wie ein Schauspiel, und dieses zieht sich durchs ganze Album… Einfach nur großartig!
Murder By Death touren übrigens Anfang Juli durch Deutschland… Pflicht!
Murder by Death: Website | MySpace | Youtube
Konzerte im Mai 08
28 Apr 2008
Mai, der Monat bevor die gesegnete Open-Air-Saison eröffnet wird, bringt einige echte Schmankerln mit sich: Explosions In The Sky beehren die deutschen Landen mit fünf Konzerten. Da freu ich mich schon aufs Konzert in Köln am 21. Mai, welches sicher ein, wenn nicht DAS, Highlight des Jahres wird. Chuck Ragan gibt ein paar Solokonzerte, nachdem er mit Hot Water Music an drei Terminen in Deutschland das Ende einer langen Pause gefeiert hat. Nick Cave & The Bad Seeds stellen ihre neue Platte „Dig!!! Lazarus Dig!!!“ vor und Keith Caputo hat ebenfalls ne neue Scheibe im Gepäck.
Außerdem: Agnostic Front, And You Will Know Us By The Trail Of Dead, Beatsteaks, Bloodlights, The Bones, Die Ärzte, Clawfinger, Demented Are Go, Donots, Einstürzende Neubauten, Flogging Molly, Heartbreak Engines, Jupiter Jones, Kilians, Ladytron, Los Placebos, Mad Sin, Madball, Misfits, Monsters of Liedermaching, Mr. Irish Bastard, Nada Surf, Senor Coconut, Sick Of It All, Tito & Tarantula, Tokyo Sex Destruction, Tomte, Waterdown, Zero Mentality.
Hexxers – Bones By My Bedside
26 Apr 2008
So. Das hier is was ganz geiles: Feinste Knetkannibalengaragenmusik. Laut aufdrehen bidde. Enjoy!
Stray Cats Farewell :(
25 Apr 2008
Tjo, auch Legenden müssen irgendwann abtreten. Ende August, Anfang September isses dann soweit und die Götter des Rockabilly touren ein letztes Mal durch Europa… Knapp 30 Jahre sind schon was! Letzte Chance also die Herren Setzer, Rocker und Phantom live zu bestaunen. Für mich sogar die erste und letzte. Da sind dann auch knapp 50 Euronen nich zu viel… ^^
Termine Deutschland: 24.08. München, 01.09 . Hamburg, 02.09 Köln
Live! Johnossi (13.04.08)
24 Apr 2008
Club: Zeche, Bochum
Mitreisende: Äxel und Älex
Andere Menschen: 750 oder so
Eintritt: 16 Tacken im VVK
Support: Sibling Sense
Aaaaalso! Fangen wir mit dem Support an… Da war das Duo namens Sibling Sense aus Stockholm und erfüllte die standesgemäßen Befürchtungen bezüglich der musikalischen Fähigkeiten von Vorbands… nicht! ^^ Die beiden haben jedenfalls was anständiges abgeliefert und den Großteil der Besucher davon abgehalten vor der Halle auf John und Ossi zu warten. Der Sound von Sibling Silence liegt irgendwo zwischen Indie und Alternative, lässt sich also nicht zwingend mit dem von Johnossi vergleichen. Am besten mal via MySpace reinhören.
Kommen wir zu den Helden des Abends. An die Reihenfolge der Songs kann ich mich beim besten Willen nich mehr erinnern. Der Opener war allerdings „Party with my Pain“ vom neuen Album und fetzte auch gleich derbe rein, was das Publikum allerdings nicht honorierte. Die Menge ging erst während der letzten 20 Minuten ab… Die Songauswahl war irgendwie 50/50 von den beiden erschienenen Alben, ich war jedenfalls zufrieden.
Sehr bemerkenswert war Ossi, der sein Drumset bearbeitet hat als ob… wie… hmmm… Er war erbarmungslos! Sänger John kämpfte tapfer mit seinen mitgenommen Stimmbändern und brachte es sogar fertig, seine öfter mal wegbrechende Stimme eben noch kontrolliert abstürzen zu lassen um hier und da noch ein paar quiekende Akzente zu setzen. Sehr geil! *bow*
Johnossi: Website | MySpace | Youtube
Sibling Sense: MySpace | Youtube

