Da dieses Wochenende so schön Rock’n'Roll war, mache ich damit auch direkt mal weiter. Und zwar gibts wieder n Video, weil ich gerade keine Zeit habe was umfangreicheres zu schreiben.

Hier also The Sewergrooves aus, natürlich, Schweden…

Für den Text einmal klicken

Club: E-Werk, Köln
Mitreisende: Alex, Axel, Sebastian und Kai
Andere Menschen: 1600 (natürlich ausverkauft)
Eintritt: 25 Euro im VVK
Support: Bloodlights

Mit einem echten Tritt-Arsch-Konzert, wie man es von den Hellacopters gewohnt ist, haben sie sich von ihrer deutschen Fangemeinde verabschiedet. Aber alles nach der Reihe…

Nach 45 Minuten unspektakulärer Fahrt erreichte unser Corsa mit fünf Leuten das schöne E-Werk in Köln. Die Stationen Lokus, Bier und Kippe konnten noch rechtzeitig abgeklappert werden bevor die Vorband Bloodlights die Bühne betrat. Sie lieferten ein ordentliches Set und gaben sich alle Mühe, was das Publikum leider nicht so wirklich honorierte. Hans und Franz wohl waren gedanklich schon lange bei den Copters. Kein Wunder, aber ich denke die Bloodlights haben es dem Publikum verziehen.

In der Umbaupause setzten sich die Massen in Richtung Lokus, Bier und Kippe in Bewegung, was die Infrastruktur des E-Werks nicht so wirklich verkraftet hat. Es war rappelvoll! Puh.. Trotz aller Umstände erledigten wir alles nötige und fanden einen hübschen Platz so Mitte Mitte. Die Lichter wurden gedimmt und die Spannung stieg deutlich an, das Herz schlug schneller, der Atem wurde angehalten und gleichzeitig geklatscht, gejubelt und gegröhlt.

Ehrlich gesagt kann ich mich gerade nicht daran erinnern, welcher Song der Opener war, da ich irgendwie schlagartig in eine Art Trance gefallen bin. Aber ich glaube es war „The Devil Stole The Beat From The Lord“. Hmmm… is ja auch egal. Die Hellacopters brachten das E-Werk jedenfalls zum kochen. Eine unglaubliche Energie wurde während des gesamten Sets freigesetzt, der sich wohl niemand entziehen konnte. Meine Fresse, was für eine intensive Erfahrung! Die Setlist war gut durchmischt und stellte eine wirklich gute Auswahl dar… „Crimson Ballroom“ und „Electrocute“ waren dabei, ein besonderes Highlight war für mich „No Song Unheard“. Aber auch „Hopeless Case Of A Kid In Denial“ und „Better Than You“ kamen sehr geil. Alle anderen Songs natürlich ebenfalls… Kein Frage!

In der Zugabe, die gefühlt vieeel zu schnell kam, gabs dann noch eine Hellacopters-Version von „We Will Rock You“ die ohne diesen, dank OBI-Werbung nervigen, berühmten Rhytmus auskam und einfach nur hübsch aus den Lautsprechern gerotzt wurde. So wollen wir das, so kennen wir das… „Soulseller“, „(Gotta Get Some Action) Now!“ und „By The Grace Of God“ setzten dem wirklich furiosem Konzert noch ne fette Krone auf…

Tja, das war es dann. In Deutschland war es das letzte Konzert und bis Ende Oktober werden noch ein paar Gigs in Holland und Skandinavien gespielt bevor am 25. und 26. Oktober die vier (yep, zwei am Tag) allerletzten Konzerte im Debaser in Stockholm stattfinden. Danach werden die Hellacopters Geschichte sein. Jeder Besucher dieser Abschiedstour wird ihnen einen kleinen Gedenkschrein im persönlichen Musikgedächtnis einrichten, denn die Hellacopters gehören unbestritten zu den besten Rockbands der Musikgeschichte.

Auch wenn sie ein großartiges Vermächtnis in Form etlicher Songs und Alben aus 14 Jahren Bandgeschichte hinterlassen: Ich werde sie vermissen…

Konzertfotos bei Flickr

Hellacopters: Website | MySpace | Youtube

Heute Abend ist es soweit… Eine der besten Bands dieses Planeten befindet sich auf Farewell-Tour und bietet ihren Fans damit die Gelegenheit ihnen die letzte Ehre zu erweisen. Da es heute in Köln aber kein Begräbnis werden soll, sondern eine Rock’n'Roll-Party, werde ich mich mit meinen fast 30 Lenzen auch nochmal in die wilde Menge vor der Bühne stürzen und deshalb gibts hier zur Einstimmung das Video zu „Carry Me Home“ aus dem Jahre 2002.

Text? Hier klicken!

Auch der Oktober ist hübsch gefüllt mit allerlei interessanten Gigs. Für mich persönlich wird wohl Calexico im E-Werk das Highlight des Monats.  Al & The Black Cats guck ich mir in Bochum und Off With Their Heads in Mülheim an, dann stehen evtl. noch die Fuzztones auf dem Programm und am Ende des Monats ne schöne Halloweenparty mit den Torpedo Monkeys. Das wird schön! :)

Außerdem auf Tour:

4Lyn, Backyard Babies, Blackmail, Born From Pain, Die Sterne, Disturbed, Durango Riot, Donots, Figurines, Fotos, In Flames, Lemonheads, Leonard Cohen, Madsen, Mintzkov, Monster Magnet, Mr. Irish Bastard, Napalm Death, Paul Weller, Portugal. The Man, Strung Out, Sugarplum Fairy, Tito & Tarantula, Turbostaat, Uncommen Men From Mars, Volbeat, und ganz viele mehr…

So. Über meine Rockthrone-Big-Brother-Kommandozentrale habe ich ein reges Interesse am Abschiedskonzert der Hellacopters in Köln am Samstag (27.09.08) registriert. Daher jetzt an dieser Stelle nochmal alles auf den Punkt gebracht:

1. Das Konzert findet im E-Werk statt. Nicht wie ursprünglich angekündigt in der Live-Music-Hall.
2.
Vorband bzw. Support sind laut E-Werk die Bloodlights um Ex-Gluecifer-Gitarrero Captain Poon.
3.
Die bekannten Online-Tickethäuser melden nur „Nicht mehr zustellbar“ und nicht „Ausverkauft“.
4.
Es wird das letzte Deutschlandkonzert sein, nach der Tour gehen die Copters getrennte Wege.
5.
Spätestens am Sonntag gibts hier beim Rockthrone natürlich n Konzertbericht inklusive Fotos.

Relevante Links: Hellacopters MySpace | Bloodlights Myspace | E-Werk Website

Wer bereits in die Setlist schnuppern möchte, dem habe ich aus dem Netz ein paar Songs zusammengetragen, die wohl bei den bisherigen Konzerten der Farewelltour gespielt wurden. Die Liste erhebt nicht den Anspruch korrekt, vollständig oder gar sortiert zu sein…

Ja, ich will wissen was läuft und klicke jetzt hier drauf

The Datsuns – Head Stunts
VÖ: 03.10.08 (Cooking Vinyl)

Rise Against – Appeal To Reason
VÖ: 03.10.08 (Geffen)

The Stills – Oceans Will Rise
VÖ: 03.10.08 (Arts & Craft)

Tomte – Heureka
VÖ: 10.10.08 (Grand Hotel van Cleef)

AC/DC – Black Ice
VÖ: 17.10.08 (Columbia)

B.B. King – One Kind Favour
VÖ: 17.10.08 (Geffen)

Deichkind – Arbeit nervt!
VÖ: 17.10.08 (Vertigo)

Kaiser Chiefs – Off With Their Heads
VÖ: 17.10.08 (Polydor)

P.O.D. – When Angels And Serpents Dance
VÖ: 17.10.08 (Columbia)

The Vines – Melodia
VÖ: 17.10.08 (Cooking Vinyl)

Bloc Party – Intimacy
VÖ: 24.10.08 (Cooperativ)

Municipal Waste
Wie man schon auf dem hübschen Foto sehen kann, haben die Typen dezent einen an der Murmel. So hört sich auch die Mucke an, irgendwo zwischen Trashmetal, Crossover und 80er-Oldschool-NY-Hardcore pendelnd. Municipal Waste knüppeln dem geneigten Hörer mit maximal 2,5 Minuten-Songs das Hirn aus der Hirse. Viel Spaß damit! MySpace | Youtube

Hexxers
Auf ihrer MySpace seite steht: „Klingt wie: Your flesh in my stomach!“ Und tatsächlich hört es sich so an, denn die Hexxers machen dreckigen Surfpunk aus der Garage mit Urwaldattitüde. Es gibt wohl wenig Gitarrenmucke zu der sich besser feiern lässt. Hexxers hatte ich hier übrigens bereits, mit einem Kannibalen-Knetmännchen-Video zu einem ihrer Songs. MySpace | Youtube

Shark Quest
Für Fans von Bands wie Mogwai und Explosions In The Sky ist diese Band genau das richtige. Ruhig, spharisch, erzählend, instrumental. Leider ist die letzte Veröffentlichung von 2004 und es ist auch nicht rauszufinden, ob die Band nur pausiert oder sioch aufgelöst hat. Allerdings haben Shark Quest bisher 3 Longplayer rausgebracht und die sind wirklich sehr, sehr fein! MySpace | Youtube

Die Band kursiert ja schon ne ganze Weile durch die Presse und Szene, aber irgendwie habe ich mich ne ganze Zeit lang gegen diese Band verschlossen. The Gaslight Anthem wurden nämlich überall als Nachfolger von Hot Water Music angepriesen. Und da gehen bei mir, trotz aller Offenheit, einfach die Rollläden runter, ganz besonders im Zusammenhang mit einer Band wie erwähnt. Ein Fehler wie sich jetzt rausstellte, und die Band kann ja für diese blöden Vergleiche eigentlich auch nix. Werd ich mir für die Zukunft auf jeden Fall merken.

Nu denn! Mein Kumpel Tim hat mich dann doch auf die Band aus New Jesery hingewiesen und wenn vom Timmi son Tipp kommt, dann hat das Hand und Fuß. Tatsächlich sind die Jungs bei mir voll eingeschlagen.

Angefixt hat mich der Opener des 2007er Debutalbums „Sink Or Swim“. „Boomboxes And Dictionaries“ heisst der Song und ist der Auftakt zu einem durchgängig großartigem Album. Es klingt sehr ursprünglich und authentisch, rockt von A bis Z und weiss in den richtigen Momenten auch mal ruhige Töne anzuschlagen. Fast alle Songs bergen die musikalischen Momente auf die man sich als Hörer jedesmal freuen kann: hübsche Singalongs, fette Breakdowns, aufregende Drumpassagen undsoweiter. Das über einen ganzen Longplayer in gleichbleibender Qualität hinzukriegen schaffen nicht viele Bands. Und genau das hat mich so begeistert

Mit dem 2008 erschienen Nachfolger „The 59 Sound“ beschäftige ich mich im Moment, nur leider habe ich in ihm noch nich die hohe Qualität des Vorgängers entdeckt. Aber es bestätigt den Stil der von The Gaslight Anthem, klingt gleichzeitig aber ein bisschen freundlicher und schielt aus dem Augenwinkel Richtung Pop. Mir dünkt, als wäre die Platte ein Abgrenzungsversuch, was per se ja nich schlecht is. „The 59 Sound“ gefällt mir, keine Frage, aber halt nicht sooo gut wie „Sink Or Swim“.

Ich gebe zu, daß die musikalische Ähnlichkeit zu Hot Water Music nicht von der Hand zu weisen ist, aber dennoch unterscheiden sich diese Bands recht deutlich voneinander. The Gaslight Anthem begeistert mit einer gewisse Leichtigkeit durch weniger komplexes Songwriting und ist deutlich punklastiger. Toll ist auch die große Bandbreite des Sängers Brian Fallon, sie reicht von Whiskeystimme bis hellem Singsang.

Sodele, genug geschrieben… Zu lange Texte fährt sich ja eh kaum jemand rein. Dennoch sollte jeder der The Gaslight Anthem noch nicht kennt, unbedingt reinhören!

The Gaslight Anthem: Website | MySpace | Youtube

Club: Ringlokschuppen, Mülheim/Ruhr
Mitreisende: Kasia, Andre und Alex
Andere Menschen: 150 so ungefähr
Eintritt: 15 Euro im VVK
Support: Monsters brauchen keine Einheizer

Endlich Freitag! Endlich stand mal wieder ein Konzertabend im Kalender. Und natürlich hat wieder Herrn Murphys blödsinniges Gesetz volle Lotte zugeschlagen. Vom Büro nach Hause brauchte ich eine halbe Stunde länger als sonst, da irgendein Depp einen Kilometer Straße zur Hälfte gesperrt hatte. Mit rot-weißen Hütchen! Und es war nichts los. Nichts! Nichma n Besen stand dort rum, geschweige denn ein Mensch mit Helm oder so. Bei sowas krieg ich ja immer besonders gute Laune. In der Folge ging noch mehr schief, Zug verpasst, n Kumpel verpennt im wahrsten Sinne des Wortes das Konzert einfach usw… So! Musste mal raus, auch wenn das nix mit dem Konzert an sich zu tun hatte.

Nuja, irgendwann saßen wir dann alle im Zug nach Mülheim, hatten unsere Fläschchen mit Gerstensaft am Hals, kamen am Ringlokschuppen an und alles war gut. Die Tore zum Konzertsaal waren noch geschlossen und die Menschen standen irgendwo rum und tranken wie wir ihr zweites, drittes oder viertes Bierchen. Als die Türen sich dann öffneten (wahrscheinlich war es Totte höchstselbst), kumulierten sich die Fans zu einer flashmobartigen Traube vor der dem Einlass. Alle waren geil auf die Monsters.

Wie gewohnt bekam jeder seinen Stuhl, die diesmal wie im Kino, nach oben aufsteigend angeordnet waren. Hatte was. Das Warten hatte dann auch schnell ein Ende und das keine Ahnung wie lange dauernde Set wurde mit „Marzipan“ eröffnet. In der Folge spielten sich die Herren mit Gitarren durch viele lustige Mitsing- und Mitmachlieder und das Partymeter zeigte eine überdeutliche Tendenz nach oben. Wer die Monsters of Liedermaching noch nicht gesehen hat sollte das unbedingt nachholen, es macht nicht nur großen Spaß, es ist einfach geil. So auch diesmal… Das Publikum hat gerockt, die Monsters haben gerockt, der Ringlokschuppen hat gerockt und ganz Mülheim und der Ruhrpott auch. Zu eben jenem haben die sechs Typen auf der Bühne eine besondere Affinität, wie man im Tourbericht zu diesem Konzert auf ihrer Website lesen kann. HIER

Und deshalb freue ich mich schon sehr und übermäßig auf das Konzert in meiner Heimatstadt Oberhausen am 22.11. Wir sehen uns!

Monsters Of Liedermaching: Website | MySpace | Youtube

… genau das richtige Motto für einen Freitag. Hier also das Video zum Start ins Wochenende. Wer sich das nicht anguckt, wird echt was verpassen! „Fuck This, I’m Out“ von Off With Their Heads. Den Text bitte nicht allzu sehr zu Herzen nehmen, in Verbindung mit der Mucke und dem Video wirkt er aber schön sarkastisch. Für den Text unten auf „Jetzt mitsingen“ klicken.

Upadte: Die sind im Oktober auf Tour. Und kommen bei mir in der Ecke vorbei… Wie geil :D

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