Live! Stray Cats (02.09.08)
04 Sep 2008
Club: E-Werk, Köln
Mitreisende: Stephan, Florian + Freundin
Andere Menschen: 1600 (Hütte voll)
Eintritt: 44,90 Euro im VVK
Support: Buzz Campbell & Hot Rod Lincoln
Da war er, der grosse Abend… Ausnahmsweise begab ich mich schon früh Richtung Köln, kein umgekippter Tanklaster, keine Baustelle ohne Bauarbeiter sollte mich daran hindern im E-Werk aufzutauchen. Um kurz nach sieben durfte ich dann noch gefühlte 10 Kilometer weit wech mein Auto abstellen und zur Halle latschen. Der Großteil der Fangemeinde und meine Konzertbegleitung hatte sich bereits versammelt, denn offenbar hatte jeder die Befürchtung etwas zu verpassen.
Schnell n alkoholfreies Bier (ja, da bin ich schmerzfrei) geschnappt und Wartehaltung eingenommen. Nach einem zweiten Alkfrei, ein paar gewechselten Worten und drei bis vier Kippen in Gedanken (Rauchverbot drinnen) kam dann der Support Buzz Campbell & Hot Rod Lincoln auf die Bretter und stimmte die Menge mit nettem, aber unspektakulärem Rockabilly ein.
Nach einer relativen kurzen Umbaupause übernahmen die Herren Phantom, Rocker und Setzer die Bühne, was natürlich mit tosendem Jubel kommentiert wurde. Bemerkenswert fand ich diese besondere Ausstrahlung der Stray Cats, welche man wahrscheinlich nur bei seinem ersten Konzert oder bei Led Zeppelin (oder so) spürt. Verdammte Legenden. Stray Cats! Alter! Stray Cats! In die Begeisterung mengte sich ein wenig Ehrfurcht und das ohne einen Ton gehört zu haben. Noch gefangen von dieser Begegnung legte die Band mit „Rumble In Brighton“ los und legte den Grundstein für einen tollen Abend.
Jede Pause zwischen den Songs nutze das Publikum für heftige Begeisterungsstürme, die andere Bands in der Regel erst nach dem letzten Song eines Konzerts erfahren. Gespielt wurde alles quer durch die Diskografie: Von „Gina“ über „18 Miles To Memphis “ bis natürlich „Rock This Town“. Einzig „Ubangi Stomp“ habe ich vermisst. Brian Setzer verteilte ein paar Pleks mit den Worten „It’s just plastic“ und einem dicken Grinsen, präsentierte seine neue Gretsch-Klampfe mit porno Leopardenmuster und Slim Jim Phantom bestieg in gewohnter Manier sein Drumset.
Tjo, auch ansonsten zeigten sich die drei Halbgötter sehr gut aufgelegt und spielfreudig, obgleich sie nicht wie in alten Tagen über die Bühne turnten. Der Zahn der Zeit… Aber eigentlich ist das bei den Stray Cats auch gar nicht wichtig. Genauso wie ne aufwändige Lightshow, die man nicht vermisst hat. Erwähnen möchte ich noch den ganz exzellenten Sound an diesem Abend, hervorragend abgemischt, nicht dröhnend, nicht zu laut und nicht zu leise. Hat man auch nicht oft.
Nach fast zwei Stunden, inklusive zwei Zugaben, verabschiedeten sich die Stray Cats mit offensichtlicher Wehmut in den Augen vom Publikum… Tja, wahrscheinlich wars das dann. Aber Stephan munkelte, daß Brian Setzer nächstes Jahr wieder mit seinem Orchester unterwegs sein soll… Da hat man dann doch was worauf man sich freuen kann.
Hier ein Highlight vom Konzert in annehmbarer Qualität: Stray Cat Strut


11 Sep 2008 at 2:54
Hallo, ein toller Artikel zu einem tollen Konzert. Eine Frage hätte ich: Habt ihr evtl. noch Fotos und/oder mehr Videos von dem Auftritt? War auch da, hatte aber keine Kamera bei und würde mich über Erinnerungsfotos/videos freuen. :-)
12 Sep 2008 at 7:50
Danke für die Blumen! Ich selbst hatte leider auch keine Kamera dabei, mein Kollege hat ein paar Bilder mit dem Handy gemacht, aber die sind jez nich so dolle geworden, daß ich die veröffentlichen würde.
Hier findest du aber ein paar coole Fotos:
http://pixeleye.blogger.de/stories/1211255/