Grand Café – Put A Little Grease On My Axe
VÖ: 06.10.08 (Tuba/Phonofile)

Unverhofft kommt oft, wie man so schön sagt. In diesem Fall gleich doppelt… Zum einen haben Grand Café es tatsächlich endlich zustande gebracht ihr Talent auf einen Longplayer zu verewigen. Und zum anderen durfte ich gestern ein Exemplar davon in meinen Händen halten und mein Eigen nennen. Als nachträgliches Jubeltagsgeschenk quasi. Einen fetten Dank an Tim an dieser Stelle!

So. Nu aber zum Hauptdarsteller: Mit „Put A Little Grease On My Axe“ haben Grand Café ein richtig schickes Baby in die Welt gesetzt. Schön eingängig und facettenreich, ein bisschen dreckig natürlich und 11 Songs voller Liebe zum Rock’n'Roll. Feinste Zutaten haben die Herren gewählt: bewährte Bluesrhytmen, Gitarren aus der 60er-Garage, und soulige Stimmen von ganz bestimmt hübschen Ladys im Background. All das zusammengemixt im Hardrockmixer und akzentuiert mit wohlplatzierten Gitarrensoli ergibt den ergreifenden Geist des Albums. Man merkt, es ist genau, ganz genau der Sound den Grand Café haben wollten.

Wer also Bands wie die Hellacopters, die Diamond Dogs oder, ja, auch die Stones mag, der kommt nicht an dieser Band vorbei. Aber eigentlich kann ich soviel Blabla schreiben wie ich will: Kauft die Platte! Hört sie Euch an. Ein echter Tipp! In alle Songs kann man reinhören, wenn man auf diesen Satz klickt.

Achso! Grand Café kommen aus, natürlich, Skandinavien. Norwegen genauer gesagt. Denn alles Gute kommt von oben, um diesen Beitrag dann auch mit einer Redewendung tu beenden.

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Deichkind – Arbeit Nervt
VÖ: 18.10.08 (Vertigo/Universal)

Okay, Deichkind sind ja nicht gerade die klassischen Kandidaten für den Rockthrone, aber trotzdem kann der ein oder andere Blick über den Tellerrand ja nie schaden. Und für Deichkind lohnt sich dieser definitv!

Die Band Gruppe aus dem hohen Norden fing irgendwann mal mit deutschem Hiphop an und morphte sich über die Zeit zu einer Elektrocombo mit einer gehörigen Portion Matsche in der Hirse.

„Arbeit Nervt“ ist inzwischen das zweite Album mit Elektroeinschlag und hält das Versprechen, welches der Vorgänger „Aufstand im Schlaraffenland“ vollmundig gegeben hat: Fette, knarzige Beats, verziert mit komplett verrückten Texten.

Zwischendrin gibts ein paar Experimente wie der minimalistische Track „Im Raucherzimmer“ der auch gut von Helge Schneider sein könnte, oder „Ich und mein Computer“, die lustige Aneinandereihung von Problemen mit dem Rechner, verkleidet im Kraftwerksound. „Luftbahn“ ist ne wirklich gelungene Persiflage auf den neuen Trend des Elektroschlagers und „Travelpussy“ handelt von Taschenmuschis für Truckfahrer. Die unbestrittenen Highlights haben Deichkind mit den anarchistischen Partytracks „Arbeit nervt“, „Gut dabei“ und „Hört ihr die Signale“ abgliefert. Diese Dinger empfehle ich auch als Anspieltipps.

Insgesamt ist „Arbeit Nervt“ ein sehr unterhaltsames Partyalbum, welches sich in keiner Sekunde selbst ernst nimmt und nebenher noch wirklich geile Elektrobeats abliefert. Wer zwischendurch einfach mal was anderes haben will, der ist mit der Scheibe hier bestens bedient, denn Niveaulosigkeit mit Niveau bekommt man auch nicht alle Tage serviert.

Die Mucke ist eine Sache für sich, mag sicherlich nicht jeder, und taugt auch nicht als Alltagsmusik, zumindest bei mir nicht, aber für Party machen gibts nur wenig besseres. Vor allem sollte man diese Verrückten mal live gesehen haben. Trampoline, Sofas, schräge Verkleidungen und natürliche die Z.I.T.Z.E. gehören zum Standardbühnenprogramm… Klingt nach Kindergarten, isses auch, aber wer will schon ständig den Erwachsenen mimen?!

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The Clash – London Calling
VÖ: Dezember 1979 (Epic Records)

Es gibt ja diese Phrase die Klassikern der Musikgeschichte gerne schnell ans Hemd geheftet wird. „London Calling“ ist ein Ding, an dem dieses Etikett so fest haftet wie bei nur wenigen anderen Veröffentlichungen. Darf in keiner Sammlung fehlen!

Ende der siebziger Jahre, als der Punk begann von England aus die Welt zu erobern, brachte die musikalisch wohl einflussreichste Punkband The Clash ein Album raus, welches eigentlich so gar nicht richtig Punk ist. „London Calling“ ist eine Sammlung kreativen und facettenreichen Songwritings, welches von Rockabilly über Ska bis Reaggea reicht, angereichert mit Pop- und Punk- und sogar Jazzelementen, aber dennoch zu jedem Zeitpunkt eine klare Linie erkennen lässt. Was für eine Leistung!

„London Calling“ wurde bis heute ca. 2 Millionen mal verkauft und errreichte damit mehrfachen Platinstatus. Außerdem ist ein Doppelalbum, welches allerdings für den regulären Albumpreis verkauft wurde. Natürlich gegen den Willen des Plattenlabels. Der Rolling Stone hat das Album auf Platz 8 der 500 größten Alben aller Zeiten gewählt.

Das berühmte Cover zeigt Bassist Paul Simonon wie er seinen Fender Precision Basses zerstört (heul, wie gerne hätte ich einen) . Das Foto wurde im September 1979 während der Clash „Take the Fifth-Tour“ gemacht. Die Typographie ist übrigens Elvis’ selbstbetiteltem Debutalbum entnommen.

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WordPress, das Blogsystem welches ich nutze, bietet ein neues Spielzeug. Zumindest hab ichs gestern erst entdeckt. Und zwar kann man damit eine seit den Kinderschuhen des Internets beliebte Spielerei in seine Beiträge basteln. Einen Poll! Ne Umfrage… Und jez der Test:

Testergebnis: Funktionalität super, Gestaltungsmöglichkeiten unter aller Kanone.

+++ Abschied via MySpace +++

Einen wirklich wichtigen Hinweis hat der Alternative Music Blog am Start. So wichtig, daß er auch hier Erwähnung finden muss, da es die allerletzten Konzerte der Hellacopters sein werden, die via MySpace als Livestream verfügbar sein werden. Die vier Konzerte finden am 25. und 26. Oktober im Debaser/Stockholm statt. Offiziell ist das allerdings noch nicht… Quelle: Alternativ Music Blog

+++ Calexico im Paradiso +++

Spiegel Online hat seit neustem ne Rubrik, die da heisst „Konzert der Woche“ und von Fabchannel mit Kram versorgt wird. Diese Woche werden zwei Songs von Calexico präsentiert. Das entsprechende Konzert fand am 15.10.08 im Paradiso in Amsterdam statt, welches demnächst bei Fabchannel komplett verfügbar wird. Quelle: Spiegel Online

+++ Neuer Song von Mr. Ragan +++

Chuck Ragan präsentiert mal wieder nen neuen Song auf seiner MySpace-Seite. Der Typ ist ja richtig kreativ in letzter Zeit. Find ich gut… Die Murk soll mal wieder auf Europatour gehen! Achja, der neue Song heisst „Revival Road“. Quelle: http://www.myspace.com/chuckragan

Gestern wurden Euch ja Russian Circles von Christian ans Herz gelegt. Passend dazu hier eine kleine Demonstration ihrer beeindruckenden Fähigkeiten…


Kein Text, weil instrumental

So früh am Morgen und der erste Gedanke meiner schwer arbeitenden Synapsen, *gähnt*, „Schreib doch was für den Rockthrone“. Na dann, so vor einem halben Jahr habe ich diese, man kann schon epische Band sagen, im Internet entdecken dürfen.

Dann mal zu den Fakten. Russian Circles kommen aus Chicago und bestehen aus drei Jungs. Bei dem erste Album „Enter“ aus dem Jahr 2006, sowie das neue Album „Station“, spürt man die ganze Kraft an Atmosphäre und Intensität. Zum Kennenlernen würde ich euch den Song „Death Rides A Horse“ vorschlagen. Hört mal rein und bringt etwas Ausdauer mit,  da einem die komplexen Songstrukturen und die verschiedenen Facetten erst nach einer Weile ins Kleinhirn hämmern.

Erwähnenswert ist wohl die Tatsache, dass die Band ganz auf Gesang verzichtet. Russian Circles erschaffen unglaubliche Atmosphären sind unausschöpflich variantenreich. Man würde Sie wohl in die Post- Metal Schublade einsortieren. Viele haben den Film „300″ von euch gesehen… Tja, der Soundtrack kam sogar auch von den Jungs. So, dann hoffe ich mal das ich euch diese Band etwas näher bringen konnte. Auf bald! *winkt*

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Artikel von Gastautor Christian

Da gibt es irgendwo diese Cateringfirma mit dem tollen Namen Rockterrine. Wie man sich denken kann, versorgt dieser Laden allerlei Bands von A-Z mit lecker Happa Happa. Schließlich ist das Catering ja einer der Gründe warum man auf Tour geht.

Nun hat die Rockterrine die Highlights ihrer Künste in ein Buch gefasst (ja ein Kochbuch) und ermöglicht allen Fans von lecker Nahrungsaufnahme und Rock’n'Roll ihren Gelüsten direkt in doppelter Form nachzugehen. Insgesamt 70 Rezepte, ein paar Anekdoten, Konzertfotos und Interviews sind in dem Buch mit dem hübschen Cover verpackt.

Jarp! Wie schön, daß ich bald Geburtstag habe. :D

Rockterrine Kochbuch: MySpace | Amazon

Gefunden bei Nerdcore

Club: E-Werk, Köln
Mitreisende: Alex
Andere Menschen: so 1300
Eintritt: 25 Piepen
Support: Bodies Of Water

Nach vier Auftritten bei diversen Open-Airs hatte ich nun zum ersten mal die Gelegenheit Calexico als Headliner eines Clubkonzerts zu erleben. Mal wieder ging es in den Konzerthauptstadt des Westens, nach Köln, und mal wieder ins schöne E-Werk, nur leider nicht so wirklich pünktlich, denn die Vorband Bodies Of Water zockte schon bei unserer Ankunft. Der Sound der Band erinnerte mich ein wenig an Arcade Fire, war somit also durchaus annehmbar. Dennoch wurde erstmal der Merchstand besucht und Bier und Nikotin getankt.

Irgendwann um kurz nach Neun betrat dann ein kleines Vorauskommando in Form von Frontmann Joey Burns und Tastenmensch Jacob Valenzuela die Bühne. Zur Einstimmung gabs einen netten Song, dessen Namen ich leider nicht kenne und im Verlaufe dessen Herr Burns mit der berühmten Hand hinterm Ohr versuchte das Publikums zu „Ohhhhuuuuu“s zu animieren. Klappte leider nicht ganz, die geschätzen 1300 Menschen vor der Bühne waren wohl nur auf zuhören gepolt. Bei Calexico wundert’s mich ehrlich gesagt nicht. In der Folge wurd’s dann auch nicht besser, aber Joey Burns wurde seinen Sympathiebekundungen für Deutschland, Köln und das Publikum dennoch nicht müde.

Die ersten Songs waren wie gewohnt zauberhaft und erzeugten zumindest bei mir mühelos eine ausgewachsene Gänsehaut. Komischerweise verflog das Gefühl irgendwann, was mich ein bisschen überraschte… Vielleicht weil das Publikum nicht so wollte wie die Band und eben eher darauf wartete entführt zu werden und nicht unterhalten. So hab ich das zumindest empfunden. Das übrige Set enthielt viele Songs vom aktuellen Album „Carried To Dust“ und dessen Vorgänger „Garden Ruin“. Ein paar ältere Songs waren auch dabei, aber insgesamt setzte sich eher Calexicos rockige Seite durch, die mich weniger anspricht als die verspielte und verträumte. Zum Ende gab’s natürlich noch der Klassiker „Crystal Frontier“, der wohl eigentlich der Schlusspunkt sein sollte, da danach die Lampen schon angingen. Dem Publikum wars wurscht und machte Lärm für 3000, was den sechs Musikern der internationalen Band dann doch noch einen weiteren Song entlockte.

Also alles in allem leider, leider ein durchwachsenes Konzert, welches zum Ende aber nochmal gut Fahrt aufgenommen hat und daher alle Anwesenden schließlich zufrieden in den Rest des Abends entlassen hat. Mal gucken wie es beim nächsten Clubkonzert von Calexico wird, aber ich habe die Vermutung, daß die Jungs tatsächliche eine der wenigen Bands sind, die ihre Stärken zu 100% auf Open-Airs auspielen.

Und eins muss ich noch in Richtung Tonverantwortliche loswerden: Ich weiss, Konzerte sind laut, schweinelaut. Aber es geht nicht bei einer Band wie Calexico die Anlage bis kurz vor Schmier aufzudrehen. Da hätten auch meine vergessenen Ohrstöpsel nicht viel gebracht, denn bei dieser Band will man zuhören und nicht vom Sound wechgeballert werden, so wie es zwei Wochen vorher bei den Hellacopters zum Beispiel in Ordnung war.

Konzertfotos bei Flickr

Calexico: Website | MySpace | Youtube
Bodies Of Water: Website | MySpace | Youtube

Top 10 Rockthrone

09 Okt 2008

Soooo, hier mal meine aktuelle Hitliste… Das neue Metallica-Album verhallt langsam aber sicher, wobei ich es heute morgen aber noch im Auto gehört habe. The Gaslight Anthem begeistern mich nach wie vor, mit ein paar Monaten verspätung habe ich mir dann auch mal „Sawdust“ von The Killers reingefahren und für gut befunden, was sich auch hier in der Liste niederschläge. Meine derzeitigen Könige sind aber Off With Their Heads, da mal reinzuhören kann ich nur empfehlen. Allerdings bräuchte ich auch mal wieder neuen Input und hoffe, daß auch herr rockn mal wieder mit ner neuen Top 10 um die Ecke kommt.

Fuck This, I’m Out
Off With Their Heads
I Am You
Off With Their Heads

Sam’s Town (Abbey Road Version)
The Killers
The Nature Of Reality
Oasis
We’re Getting A Divorce, You Keep The Diner
The Gaslight Anthem
Terrorist Attack?
Off With Their Heads
All Nightmare Long
Metallica
All The Pretty Faces
The Killers
Angry Johnny And The Radio
The Gaslight Anthem
The End Of The Line
Metallica

(Für Hörproben auf die Noten klicken)