T(I)NC – The Cross Of My Calling
12 Dez 2008
The (International) Noise Conspiracy – The Cross Of My Calling
VÖ: 25.11.08 (Burning Heart)
Is zwar nicht brandaktuell, aber entgegen all meiner Befürchtungen haben es die spielfreudigen Schweden tatsächlich bewerkstelligt ein Album in die Welt zu setzen welches alles andere als ein Reinfall ist. Da lohnt es sich doch ne Rezension nachzuschieben.
Nach dem Auftritt von The (International) Noise Conspiracy auf dem diesjährigen Hurricane, hatte ich so meine Bedenken was das neue Album betraf. Die neuen Songs kamen irgendwie angepasst und kraftlos daher. Ob die Band einen schlechten Tag hatte, oder mein Gemüt oder ob im Herbst das Konzept der Produktion nochmal umgeworfen wurde… keine Ahnung. Is auch egal… Denn keine meiner Ängste hat sich bewahrheitet. „The Cross Of My Calling“ holt ein wenig den Geist der alten Alben zurück und ist längst nicht so glatt produziert wie der Vorgänger „Armed Love“. Und das obwohl wieder Rockproduzenten-Chefgott Rick Rubin himself die Regler und Knöppe in den Fingern hatte. Aber ob man seinen Namen wirklich mit aufs Cover unter den Albumtitel drucken muss?! Ich sachma „Ich weiss nich!“…
Das neue Werk wirkt an einigen Stellen relativ soulig, wandert dann zwischendurch in psychidelische Gefilde, allerdings nicht ohne die Schnur zurück zum Anfang gelegt zu haben. Ein bisschen Garage aus den 60er und 70ern, n Schuß Blues und Texte aus der linken Faust. Typisch eigentlich. Yep, „The Cross Of My Calling“ ist ein Album wie man es von The (International) Noise Conspiracy erwarten kann und darf. Es ist aber kein wildes und ungezügeltes Ding geworden wie aus den ersten zwei Jahren T(I)NC, muss es auch gar nich mehr sein, finde ich.
Songtechnisch sehe dem ersten Teil der Platte vorne. Das Intro hättense sich auch schenken können, es klingt so wie das Cover aussieht und soll den Hörer wohl auf den Rest vorbereiten. Danach kommt „Assasination Of Myself“ mit Parolen, Mitsingpart und sehr schönem Gitarrensolo daher, ebenso wie der folgende Track. Nummer 4, „Arm Yourself“, kommt aus der Rhythmusecke und wird vom Schlagzeug dominiert. Sehr geil kommt auch der Orgelpart zum Ende hin. Gefällt mir außerordentlich gut. „Boredom Of Safety“ schrömmelt sich im Midtempo so dahin und hält den Blues innig umarmt. „Child Of God“ klingt zwischendurch sehr nach 70s auf LSD. Und so zieht sich dann auch die zweite Hälfte hin, die dann leider keine Überraschungen mehr bereit hält.
Insgesamt durchaus gelungen die Platte, ne Offenbarung ist sie aber auch nicht. Sowohl für Fans, als auch für Einsteiger kann man durchaus ne Kaufempfehlung aussprechen, aber ohne darauf zu pochen, wohlgemerkt.
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