So früh am Morgen und der erste Gedanke meiner schwer arbeitenden Synapsen, *gähnt*, „Schreib doch was für den Rockthrone“. Na dann, so vor einem halben Jahr habe ich diese, man kann schon epische Band sagen, im Internet entdecken dürfen.

Dann mal zu den Fakten. Russian Circles kommen aus Chicago und bestehen aus drei Jungs. Bei dem erste Album „Enter“ aus dem Jahr 2006, sowie das neue Album „Station“, spürt man die ganze Kraft an Atmosphäre und Intensität. Zum Kennenlernen würde ich euch den Song „Death Rides A Horse“ vorschlagen. Hört mal rein und bringt etwas Ausdauer mit,  da einem die komplexen Songstrukturen und die verschiedenen Facetten erst nach einer Weile ins Kleinhirn hämmern.

Erwähnenswert ist wohl die Tatsache, dass die Band ganz auf Gesang verzichtet. Russian Circles erschaffen unglaubliche Atmosphären sind unausschöpflich variantenreich. Man würde Sie wohl in die Post- Metal Schublade einsortieren. Viele haben den Film „300″ von euch gesehen… Tja, der Soundtrack kam sogar auch von den Jungs. So, dann hoffe ich mal das ich euch diese Band etwas näher bringen konnte. Auf bald! *winkt*

Russian Circles: Website | MySpace | Youtube

Artikel von Gastautor Christian

Zero MentalityEinfach genreübergreifend. Zero Mentality wissen was die Gesamte, ich sage es mal platt, Rockszene seit langem an musikalischen Einflüssen braucht. Die fünf Jungs aus dem Pott schauen über den Tellerrand und kochen ein sehr vorzügliches, eigenes Süppchen. Zero Mentality setzen sich aus (Ex-)Musikern der Bands Drift, Death Or Glory und Black Friday 29 zusammen.

Nach „In Fear Of Forever“ und „Invite Your Soul“ hofft jedes Herzchen, ob nun Metal, Hardcore oder Punk zugehörig, nach mehr. Zero Mentality schreien mit atemberaubender Energie die menschlichen Emotionen wie Hass, Liebe, Wut und Hoffnung aus dem Leib. Man kommt sich vor, wie bei eine prall gefüllte Bonbontüte und nicht weis bei welchem Drop man anfangen soll. Mal brachial auf die Fresse, dann wieder mit voller Emotion. Eine Band die was zu sagen hat und Ihre Texte mit Ihrer Musik unterstreicht. Der Pott hat was zu bieten!!!

Zero Mentality: Website | MySpace | Youtube

Artikel von Gastautor Christian

Against Me!Club: Bürgerhaus Stollwerck, Köln
Mitreisende: Kai, Äxel, Marcel, Christian
Andere Menschen: 400? Kommt hin…
Eintritt: 14 Tattas im VVK
Support: Steriogram, Future Of The Left

Heidewitzka! Manche Bands, bei mir persönlich sind es wenige, ziehen einen einfach in ihren Bann. Manchmal geht die stetig steigende Euphorie soweit, dass man ihnen die ganze Nacht zuhören möchte. Es kann sogar soweit gehen, dass man sie am liebsten mit nach Hause und in ein Käfig sperren möchte um, wenn man das Bedürfnis hat, sie daheim in voller Pracht und einem unentwegten „Finger Pointing“ die Ehre zu erweisen.

Es werde Licht. So zum Beispiel bei Against Me!. Gut, zu meiner Schande muss ich gestehen, dass meine Ohren sie erst spät lauschen durften, aber ein Vorteil hat es: Gerade entdeckt, Himmel hoch jauchzend, weinend vor Glück und dann noch mit den gerade getrockneten Tränchen, Against Me! live erleben können. Das ist wie, wenn man ein Nutella Toast isst, danach seine große Liebe findet und nach dem phänomenalen Sex einen guten Milchkaffee trinken darf. Wenn euch der Vergleich fraglich erscheint, sei’s drum. Nutellatoast ist was für Kenner ^^.

Wir betraten also das Stollwerck und es überkam mir der Gedanke, dass die Architektur einem Stadttheater ähnelt. Ein riesiger, offener Vorraum mit vielen Leidensgenossen, die wohl auch hofften, dass es bald losgeht. Alle, mich eingeschlossen, warteten auf das Beginnen des Spektakels. Die fünf Freunde Axel, Kai, Marcy und meine Wenigkeit gingen eine Treppe hoch und wir sahen alle etwas verlassen aus. Ich für meinen Teil dachte nur: „ Wo geht es hier zum eigentlichen Festsaal?“ Wir retteten uns, um uns nicht weiter im Kreis zu drehen, zum Merchandise und musterten scharf die Mitbringsel. Dann gingen wir auch wieder^^. Endlich erreichten wir die Konzerthalle und eine voluminöse Welle schwappte über mich und brachte mich fast ins Straucheln. Was ein Lärm und nix um meine zarten Ohren ein wenig zu entspannen. Man beachte, ich war 2 Sekunden drin und wollte auch schon wieder raus, es zockte ja noch der Support. Naja aber das Bier, welches Axel mir in die Hand drückte, überzeugte mich und ich war bereit meinen Tinitus zu empfangen.

Ab dem ersten Lied wurde getobt, gebrüllt, geschwitzt. Fäuste und diverse andere Gliedmaßen flogen durch die Luft. Die Menge hat sie gefeiert und Against Me! haben sich in diesem Ausnahmezustand wohlgefühlt. Jegliche Ansagen wurden vergessen oder nicht gewollt, was uns etwas erstaunt hatte, da die Band auch wirklich kein Stück mit dem Publikum kommunizierte. Das Set wurde mit Energie, welche auf jeden einzelnen übersprang, runtergezockt. Dennoch konnte ich mich nicht so richtig mit dem Rest des Publikums identifizieren. Viele Nachwuchspunks lieferten skurrile Selbstdarstellungen. Natürlich haben die Jungs aus Gainesville live überzeugt. Nur leider haben mir viele Hymnen aus früheren Zeiten gefehlt, aber da es die New Wave Tour war, musste man dies akzeptieren. Es war eine solide Liveshow die ich gern wieder erleben würde.

Konzertfotos bei Flickr

Against Me!: Website | MySpace | Youtube

Artikel von Gastautor Christian