Neu entdeckt: The Gaslight Anthem
22 Sep 2008
Die Band kursiert ja schon ne ganze Weile durch die Presse und Szene, aber irgendwie habe ich mich ne ganze Zeit lang gegen diese Band verschlossen. The Gaslight Anthem wurden nämlich überall als Nachfolger von Hot Water Music angepriesen. Und da gehen bei mir, trotz aller Offenheit, einfach die Rollläden runter, ganz besonders im Zusammenhang mit einer Band wie erwähnt. Ein Fehler wie sich jetzt rausstellte, und die Band kann ja für diese blöden Vergleiche eigentlich auch nix. Werd ich mir für die Zukunft auf jeden Fall merken.
Nu denn! Mein Kumpel Tim hat mich dann doch auf die Band aus New Jesery hingewiesen und wenn vom Timmi son Tipp kommt, dann hat das Hand und Fuß. Tatsächlich sind die Jungs bei mir voll eingeschlagen.
Angefixt hat mich der Opener des 2007er Debutalbums „Sink Or Swim“. „Boomboxes And Dictionaries“ heisst der Song und ist der Auftakt zu einem durchgängig großartigem Album. Es klingt sehr ursprünglich und authentisch, rockt von A bis Z und weiss in den richtigen Momenten auch mal ruhige Töne anzuschlagen. Fast alle Songs bergen die musikalischen Momente auf die man sich als Hörer jedesmal freuen kann: hübsche Singalongs, fette Breakdowns, aufregende Drumpassagen undsoweiter. Das über einen ganzen Longplayer in gleichbleibender Qualität hinzukriegen schaffen nicht viele Bands. Und genau das hat mich so begeistert
Mit dem 2008 erschienen Nachfolger „The 59 Sound“ beschäftige ich mich im Moment, nur leider habe ich in ihm noch nich die hohe Qualität des Vorgängers entdeckt. Aber es bestätigt den Stil der von The Gaslight Anthem, klingt gleichzeitig aber ein bisschen freundlicher und schielt aus dem Augenwinkel Richtung Pop. Mir dünkt, als wäre die Platte ein Abgrenzungsversuch, was per se ja nich schlecht is. „The 59 Sound“ gefällt mir, keine Frage, aber halt nicht sooo gut wie „Sink Or Swim“.
Ich gebe zu, daß die musikalische Ähnlichkeit zu Hot Water Music nicht von der Hand zu weisen ist, aber dennoch unterscheiden sich diese Bands recht deutlich voneinander. The Gaslight Anthem begeistert mit einer gewisse Leichtigkeit durch weniger komplexes Songwriting und ist deutlich punklastiger. Toll ist auch die große Bandbreite des Sängers Brian Fallon, sie reicht von Whiskeystimme bis hellem Singsang.
Sodele, genug geschrieben… Zu lange Texte fährt sich ja eh kaum jemand rein. Dennoch sollte jeder der The Gaslight Anthem noch nicht kennt, unbedingt reinhören!
Neu entdeckt: Tarantulas Attack!
08 Sep 2008
Tarantulas Attack! Also ehrlich gesagt finde ich diesen Bandnamen ziemlich naja. Keine Ahnung wie man darauf kommt… Filme vielleicht, zuviel Alkohol, posttraumatische Kindheitserlebnisse oder was weiss ich. Ist auch egal, denn gar nicht so naja ist das was sich hinter diesem kuriosen Bandnamen verbirgt.
Das ist nämlich eine vierköpfige Band aus Kent, Ohio und so unbekannt, daß ich nichma n anständiges Bandfoto von den Jungs gefunden habe… Wie sich Tarantulas Attack! anhören, lässt sich leicht auf den Punkt bringen: Against Me!. Die ham ja sogar n Ausrufezeichen im Bandnamen wie das offensichtliche und bekannte Vorbild. Sorry, aber diesen Vergleich kann man einfach nich umschiffen.
Man könnte jetzt „Geklaut!“ und „Buhhh!“ und was weiss ich plärren, aber die junge, unbekannte Band hats drauf. Ganz einfach. Und da isses mir dann auch herzlich egal… Die Stimme klingt schön rotzig, die Akkorde laden zum Saufen ein, der Bass lässt den Kopf wippen und die Trommeln gießen schön Öl ins fröhliche Feuer. Eine tolle Mischung aus modernem Punk, Folk und Country, Sorglosigkeit und Frechheit. Ganz einfach. Und da isses mir dann auch herzlich egal, daß Tarantulas Attack! vielleicht sogar die kleinen Brüder der Musikanten von Against Me! sind.
Die Anspieltipps sind „Icey Vains“ und „Shake It Up“ aus dem Player auf der MySpace-Seite.
Neu entdeckt: Vietnam Werewolf
19 Aug 2008
Letztens stand ich mal wieder vor meinem Regal mit den Platten bzw. CDs und konnte mich nicht entscheiden was ich hören soll. Alles bekannt, alles nur mäßig aufregend. Plötzlich ergriff mich eine seltsame Motivation, diesen Umstand zu ändern und verschwand für ein paar Stunden im geliebten Internetz. Von dieser Entdeckungstour brachte ich zwei Bands mit. Die eine war… Vietnam Werewolf.
Ich sach mal, irgendwo zwischen Bear vs. Shark und At the Drive-In angesiedelt, um direkt mal die stilistische Verortung abzuhandeln, war das was ich da auf deren MySpace-Seite zu hören bekam. Sehr überzeugend jedenfalls. Besonders sympathisch fand ich dieses dezente Proberaumfeeling der Songs, die dennoch schön wuchtig und energisch aus den Boxen strömten. Auf der einen Seite ein bisschen verspielt, aber nicht überfrachtet und immer wieder auf den Punkt gebracht. So muss es sein. Der Gesang schön aufreibend, die Gitarre kracht und die Rhytmusgruppe treibt das alles vor sich her wie, wie… ne Herde zorniger Wildschweine Zombiekinder. Sehr gut! Die Hörproben stammten fast alle vom kürzlich erschienenen Album „Ohio’s City„. Interessant! Kann man das irgendwo kaufen?!
So bin ich auf der Website der Jungs aus Cleveland, Ohio gelandet, wo ich dann ungläubig lernen musste, daß das aktuelle Album „Ohio’s City“ eine Eigenproduktion war und die Band keinen Plattenvertrag hat. Krass. Also wenn die nich bald einen kriegen, fress’ ich meine Shorts.
Nu denn, CD hab ich natürlich bestellt, was gar nich so einfach war, da man irgendwie über diesen Shop kein Porto für Shipping nach Europa zahlen konnte. Ein kurzer Mailwechsel mit der Band und schwupps hab ich einfach noch eine für unseren alten Schweden mitbestellt und aufs Porto verzichtet. So einfach geht das. Jungs, ich mag euch! Und hoffentlich kommt ihr mal übern grossen Teich.
Neu entdeckt: Murder By Death
27 Aug 2007
Jo. Letztes erreichte mich eine Mail von meinem Kumpel Axel in der stand, daß ich mir doch mal die Band Murder By Death reinziehen solle. Axel, dachte ich… jetzt kommste mir mit zweihundertsten HC-Combo. Aber war bereit mir auch die zweihundertste Hardcorekapelle reinzuziehen.
Doch weitgefehlt! Ein voller Indiesound strömte in mein Hirn. Was streicht da? Ein Cello! Tolle Stimme, schöne Dramaturgien… Leidenschaft! Axel! Danke! Ja ihr hört wohl mal selbst rein. Grandios!

