The (International) Noise Conspiracy - The Cross Of My CallingThe (International) Noise Conspiracy – The Cross Of My Calling
VÖ: 25.11.08 (Burning Heart)

Is zwar nicht brandaktuell, aber entgegen all meiner Befürchtungen haben es die spielfreudigen Schweden tatsächlich bewerkstelligt ein Album in die Welt zu setzen welches alles andere als ein Reinfall ist. Da lohnt es sich doch ne Rezension nachzuschieben.

Nach dem Auftritt von The (International) Noise Conspiracy auf dem diesjährigen Hurricane, hatte ich so meine Bedenken was das neue Album betraf. Die neuen Songs kamen irgendwie angepasst und kraftlos daher. Ob die Band einen schlechten Tag hatte, oder mein Gemüt oder ob im Herbst das Konzept der Produktion nochmal umgeworfen wurde… keine Ahnung. Is auch egal… Denn keine meiner Ängste hat sich bewahrheitet. „The Cross Of My Calling“ holt ein wenig den Geist der alten Alben zurück und ist längst nicht so glatt produziert wie der Vorgänger „Armed Love“. Und das obwohl wieder Rockproduzenten-Chefgott Rick Rubin himself die Regler und Knöppe in den Fingern hatte. Aber ob man seinen Namen wirklich mit aufs Cover unter den Albumtitel drucken muss?! Ich sachma „Ich weiss nich!“…

Das neue Werk wirkt an einigen Stellen relativ soulig, wandert dann zwischendurch in psychidelische Gefilde, allerdings nicht ohne die Schnur zurück zum Anfang gelegt zu haben. Ein bisschen Garage aus den 60er und 70ern, n Schuß Blues und Texte aus der linken Faust. Typisch eigentlich. Yep, „The Cross Of My Calling“ ist ein Album wie man es von The (International) Noise Conspiracy erwarten kann und darf. Es ist aber kein wildes und ungezügeltes Ding geworden wie aus den ersten zwei Jahren T(I)NC, muss es auch gar nich mehr sein, finde ich.

Songtechnisch sehe dem ersten Teil der Platte vorne. Das Intro hättense sich auch schenken können, es klingt so wie das Cover aussieht und soll den Hörer wohl auf den Rest vorbereiten. Danach kommt „Assasination Of Myself“ mit Parolen, Mitsingpart und sehr schönem Gitarrensolo daher, ebenso wie der folgende Track. Nummer 4, „Arm Yourself“, kommt aus der Rhythmusecke und wird vom Schlagzeug dominiert. Sehr geil kommt auch der Orgelpart zum Ende hin. Gefällt mir außerordentlich gut. „Boredom Of Safety“ schrömmelt sich im Midtempo so dahin und hält den Blues innig umarmt. „Child Of God“ klingt zwischendurch sehr nach 70s auf LSD. Und so zieht sich dann auch die zweite Hälfte hin, die dann leider keine Überraschungen mehr bereit hält.

Insgesamt durchaus gelungen die Platte, ne Offenbarung ist sie aber auch nicht. Sowohl für Fans, als auch für Einsteiger kann man durchaus ne Kaufempfehlung aussprechen, aber ohne darauf zu pochen, wohlgemerkt.

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Grand Café – Put A Little Grease On My Axe
VÖ: 06.10.08 (Tuba/Phonofile)

Unverhofft kommt oft, wie man so schön sagt. In diesem Fall gleich doppelt… Zum einen haben Grand Café es tatsächlich endlich zustande gebracht ihr Talent auf einen Longplayer zu verewigen. Und zum anderen durfte ich gestern ein Exemplar davon in meinen Händen halten und mein Eigen nennen. Als nachträgliches Jubeltagsgeschenk quasi. Einen fetten Dank an Tim an dieser Stelle!

So. Nu aber zum Hauptdarsteller: Mit „Put A Little Grease On My Axe“ haben Grand Café ein richtig schickes Baby in die Welt gesetzt. Schön eingängig und facettenreich, ein bisschen dreckig natürlich und 11 Songs voller Liebe zum Rock’n'Roll. Feinste Zutaten haben die Herren gewählt: bewährte Bluesrhytmen, Gitarren aus der 60er-Garage, und soulige Stimmen von ganz bestimmt hübschen Ladys im Background. All das zusammengemixt im Hardrockmixer und akzentuiert mit wohlplatzierten Gitarrensoli ergibt den ergreifenden Geist des Albums. Man merkt, es ist genau, ganz genau der Sound den Grand Café haben wollten.

Wer also Bands wie die Hellacopters, die Diamond Dogs oder, ja, auch die Stones mag, der kommt nicht an dieser Band vorbei. Aber eigentlich kann ich soviel Blabla schreiben wie ich will: Kauft die Platte! Hört sie Euch an. Ein echter Tipp! In alle Songs kann man reinhören, wenn man auf diesen Satz klickt.

Achso! Grand Café kommen aus, natürlich, Skandinavien. Norwegen genauer gesagt. Denn alles Gute kommt von oben, um diesen Beitrag dann auch mit einer Redewendung tu beenden.

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Deichkind – Arbeit Nervt
VÖ: 18.10.08 (Vertigo/Universal)

Okay, Deichkind sind ja nicht gerade die klassischen Kandidaten für den Rockthrone, aber trotzdem kann der ein oder andere Blick über den Tellerrand ja nie schaden. Und für Deichkind lohnt sich dieser definitv!

Die Band Gruppe aus dem hohen Norden fing irgendwann mal mit deutschem Hiphop an und morphte sich über die Zeit zu einer Elektrocombo mit einer gehörigen Portion Matsche in der Hirse.

„Arbeit Nervt“ ist inzwischen das zweite Album mit Elektroeinschlag und hält das Versprechen, welches der Vorgänger „Aufstand im Schlaraffenland“ vollmundig gegeben hat: Fette, knarzige Beats, verziert mit komplett verrückten Texten.

Zwischendrin gibts ein paar Experimente wie der minimalistische Track „Im Raucherzimmer“ der auch gut von Helge Schneider sein könnte, oder „Ich und mein Computer“, die lustige Aneinandereihung von Problemen mit dem Rechner, verkleidet im Kraftwerksound. „Luftbahn“ ist ne wirklich gelungene Persiflage auf den neuen Trend des Elektroschlagers und „Travelpussy“ handelt von Taschenmuschis für Truckfahrer. Die unbestrittenen Highlights haben Deichkind mit den anarchistischen Partytracks „Arbeit nervt“, „Gut dabei“ und „Hört ihr die Signale“ abgliefert. Diese Dinger empfehle ich auch als Anspieltipps.

Insgesamt ist „Arbeit Nervt“ ein sehr unterhaltsames Partyalbum, welches sich in keiner Sekunde selbst ernst nimmt und nebenher noch wirklich geile Elektrobeats abliefert. Wer zwischendurch einfach mal was anderes haben will, der ist mit der Scheibe hier bestens bedient, denn Niveaulosigkeit mit Niveau bekommt man auch nicht alle Tage serviert.

Die Mucke ist eine Sache für sich, mag sicherlich nicht jeder, und taugt auch nicht als Alltagsmusik, zumindest bei mir nicht, aber für Party machen gibts nur wenig besseres. Vor allem sollte man diese Verrückten mal live gesehen haben. Trampoline, Sofas, schräge Verkleidungen und natürliche die Z.I.T.Z.E. gehören zum Standardbühnenprogramm… Klingt nach Kindergarten, isses auch, aber wer will schon ständig den Erwachsenen mimen?!

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Oasis – Dig Out Your Soul
VÖ: 04.10.08 (Big Brother/Indigo)

Diese Rezension beginne ich mit einem Geständnis: Abgesehen vom berühmten „What’s The Story Morning Glory“, habe ich mich mit keinem Werk der Engländer näher beschäftigt. Mir hat dieses Album gereicht, es war perfekt, mehr Oasis brauchte ich nicht in meinem Leben.

Nun, ins neue, siebte Album der schüchternen Band habe ich dennoch höflicherweise mal reingehört, weils mir ein Arbeitskollege stolz seine limitierte Edition davon präsentierte…

Aaaaaalso, mir gefällt „Dig Out Your Soul“. Ich mag diese leicht kratzige Attitüde bei einigen Songs, bei anderen überrascht mich ein etwas psychedelischer Touch, außerdem findet sich noch ne Portion Stadionrock auf dem Album und ein bisschen von den für Oasis typischen Schlafliedphrasen. Zusammengemixt ergibt das alles ein abwechslungsreiches Rockalbum, welches nicht den Anspruch erhebt modern zu sein oder was neues zu erfinden, aber zumindest musikalisch zeigt es den angesagten Grünschnäbeln wo der Hase im Pfeffer begraben liegt.

Was mir aber irgendwann doch auf den Sack ging, ist das teilweise extrem näselnde Singsang von Liam Gallagher, sorry, aber ein Markenzeichen wird nicht besser, wenn man jedem damit vorm Gesicht rumfuchtelt. Was gibts noch zu meckern? Achja, den obligatorischen Schmusesongs „I’m Outta Time“ das profillose „Falling Down“ hätten sie sich schenken können sollen, die beiden Songs ziehen das Album leider etwas runter. Mein Liebling ist im Moment „The Nature Of Reality“ welches lustigerweise weder aus Liams noch aus Noels Feder stammt. Ob das irgendwas zu sagen hat? Ich glaube nicht, denn es ist ja nicht der einzige gute Song auf „Dig Out Your Soul“.

Für die nächsten 10 Jahre wäre ich dann wieder versorgt mit Oasis. Schön! :)

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Calexico – Carried To Dust
VÖ: 05.09.08 (City Slang/Universal)

Calexico entwachsen langsam dem Zwielicht zwischen Geheimtipp und Publikumsmagnet: Ausführliche Plattenbehandlung plus Interview im Massenmagazin VISIONS, Einladung zum Hurricane dieses Jahr und gebuchte Hallen wie das E-Werk zu Köln sind die Indikatoren.

Auf dem Weg dorthin sind sie sich erstaunlich treu geblieben, auch wenn die letzte Veröffentlichung „Garden Ruin“ etwas rockiger und damit automatisch mainstreamiger geraten als man es erwartet hat. Ich gehe mal stark davon aus, daß das keine Berechnung war, denn Calexico haben sich ihren Status über Jahre hinweg mit konstant bemerkenswerten Alben und hinreissenden Gigs erspielt.

Das neue Album, ausgestattet mit dem typischen Coverdesign, schlägt nach dem eher rockiger geratenen „Garden Ruin“ wieder ein paar ruhigere Töne an, was ihnen meiner Meinung nach auch wesentlich besser steht. Jop! So isses. Denn die bezaubernden Momente entstehen aus der leidenschaftlich vorgetragenen Gelassenheit, die Calexico auf „Carried To Dust“ mal wieder souverän vortragen. Mit der gewohnt vielschichtigen Instrumentierung, zaubert sich die Band aus Tucson insgesamt fünfzehn tolle Songs aus den Taschen.

Leider muss man aber auch sagen, daß dem Album ein wenig der Biss fehlt und Calexico sich zu sehr auf ihr routiniertes musizieren verlassen, was nicht heißen soll, daß die Songs uninspiriert wirken. Ich glaube, das können die gar nich.  Nach mehrmaligem Hören ist mir aber so recht kein Highlight aufgefallen und auch unterm Schnitt reicht „Carried To Dust“ nicht Alben wie „The Black Light“ oder „Feast Of Wire“ heran. Aber die nochmal zu toppen, ist auch arg schwierig…

Wer mal ins Album reinhören mag kann das hier tun: cityslang.com/calexico. Alle Songs komplett für lau und legal, aber eben nicht zum runterladen. Wieso auch, Platten von Calexico sind eigentlich Pflichtkäufe.

Übrigens: Ab dem 10. September sind Calexico auf Europa-Tour und beehren im Oktober auch ein paar deutsche Konzerthallen.

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Levellers – Letters From The Underground
VÖ: August 2008 (On The Fiddle)

Wenn ein neues Album der Levellers erscheint ist das ja immer was ganz Besonderes für mich. Zum einen weil sie meine Liebe zur Musik geweckt haben und zum anderen weil sich mich seit inzwischen 14 Jahren begleiteten. Selbstverständlich, daß ich das neunte Studioalbum meiner Lieblingsband an dieser Stelle in aller Ausführlichkeit behandeln werde. Es sei gesagt, daß ich mich nach Kräften um echte Objektivität bemühen werde und falls mir das nicht gelingt, so möge man mir verzeihen.

Für alle die keinen Bock haben, den folgenden Roman zu lesen, lesen einfach nur den nächsten Absatz und wissen ebenfalls Bescheid.

Viele werden „Letters From The Underground“ als Rückkehr zu den Wurzel beschreiben, da die Geige wie in den ersten Jahren eine treibende und dominante Rolle einnimmt und die Texte wieder deutlich politischer Natur sind. Ich sehe das ein bisschen anders. Die Platte stellt einen Streifzug durch das eigene musikalische Schaffen der letzten zwanzig Jahre dar und ist gewürzt mit Elementen die bisher noch keinen Einzug ins Songwriting der Engländer gefunden haben. Ein Großteil der Songs sind lebhaft, schnell und bieten großes Tanz- und Mitsingpotential. Es ist kein Song dabei, den ich als schlecht bezeichnen würde. Im Gegenteil: Auf dem neuen Album ist einer der besten Songs zu finden, den die Levs wohl je geschrieben haben. Welcher das ist, könnt ihr weiter unten lesen… ^^

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Head Off

The Hellacopters – Head Off
VÖ: April 2008 (Pychout Records)

Für alle die es noch nicht wissen: „Head Off“ ist das Abschiedsalbum der Hellacopters. Nach einer noch folgenden Farewell-Tour wird das Buch um die skandinavischen Rock’n'Roll-Helden zugeklappt.

Nun zur Platte… Es ist ein Cover-Album! Ürgs? Ist aber gar nicht so schlimm! Es handelt sich ausschließlich um Songs von den Bands die den Hellacopters verbunden sind und in ihrer Geschichte begleitet haben. Ich finde es eine sehr schöne Idee, mit dem letzten Album seine Bühnenfreunde und -kollegen zu würdigen. Was dabei rausgekommen ist? Dazu später mehr…

Erstmal möchte ich noch ausdrücklich die wirklich gelungene Special Edition der CD-Version des Albums lobpreisen. Es kommt in einem Papercase daher, also einer kleinen Pappschachtel. Außenrum ein gelungenen Artwork und innendrin ein Button und ein Aufnäher. So! Jetzt kommts… Die Oberseite der CD ist mit Vinyl beschichtet, berillt und hält noch einen Bonustrack für den Plattenspieler bereit. What the heck!?! Jawoll!!!

Kommen wir wieder zum musikalischen Teil: Der fällt leider nicht ganz so glänzend aus wie der Rest. Keine Frage, es ist solide und hochwertig was die Copters hier abgeliefert haben, aber es fehlt der Biss der schon auf dem letzten Album „Rock & Roll Is Dead“ vermisst wurde. Irgendwie schade, daß das letzte Werk einer echten Tritt-Arsch-Band nicht auch Tritt-Arsch-Album wurde. Die Songs lassen einen Luftgitarre spielen und mitsingen, aber der letzten Kick, der Hammer auf die Omme, der das Herz aufgehen lässt, der kommt leider nicht immer an. Ansonsten haben sich die Jungs viel Mühe gegeben und kaum einer der Coversongs ist als ein solcher zu indentifizieren, es tragen alle den typischen Stempel der Hellacopters. Auch stören sich die Tracks nicht gegenseitig in ihrer Zusammenstellung, es wirkt alles sehr harmonisch. Es ist ein feines Teil geworden… doch, muss man sagen! Aber reicht leider nicht ganz an die älteren Produktionen heran.

Alles in allem muss ein Hellacopters-Fan „Head Off“ einfach besitzen, Interessierte sollten sich einen Kauf überlegen oder warten bis die Preise sinken. Leute die auf der Suche nach was Neuem sind, sollten besser mit einem früheren Album der Copters einsteigen.

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Red Of Tooth And Claw

Murder By Death – Red Of Tooth & Claw
VÖ: März 2008 (Vagrant Records)

Das dritte Werk dieser wertvollen Band ist ein echter Kracher! Bietet es doch das allerletzte Quentchen Klasse und Beständigkeit welche „In Bocca al Lupo„, dem Vorgänger, noch fehlte. Sämtliche Songs sind nun durchgängig von gleich hoher Qualität und weisen so gut wie keine Schwächen auf.

Es macht unglaublich viel Spaß mit den Songs, die dieses Album bietet, zu schwelgen und zu täumen. Allerdings auf eine aufregende Art und Weise, nie langweilig oder eintönig. Keine Ahnung wie Murder By Death es vollbringen diese Gegensätze in Töne zu bannen…

Die phantastische Stimme von Sänger Adam Turla ruht im Zentrum und bändigt die Instrumente mit einer beeindruckenden Coolness, um sie genau im richtigen Augenblick von der Kette zu lassen. Allerdings wirkt das nicht wie ein Kampf, sondern wie ein Schauspiel, und dieses zieht sich durchs ganze Album… Einfach nur großartig!

Murder By Death touren übrigens Anfang Juli durch Deutschland… Pflicht!

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Roots & EchoesThe Coral – Roots & Echoes
VÖ: August 2007 (Deltasonic)

Manchmal sitzt man einfach nichts ahnend in der Gegend rum, hört hier rein, hört da rein und ehe man sich versieht hat man nen Diamanten im Gehörgang sitzen. Ähhh… Wo kommt denn der her? Zack! Blitzimplantiert von den Jungs von The Coral. Aber nach der Reihe…

Also The Coral kenne ich schon länger, daß die Band gut ist vermochte ich bereits zu erkennen und habe auch einige Songs schätzen gelernt, so richtig wollten die Band aber nie bei mir zünden… Jez isses passiert! Hallelujah! Und geschafft haben Sie es mit Ihrem im August 2007 erschienen Album Roots & Echoes.

Dieses Kleinod ist eine Offenbarung von Meldodien, traumhaften Arrangements und Harmonien. Es einfach nur schön dieses Album zu erleben. Es nimmt den Hörer mit auf Reise die mal wild und aufregend anmutet („Who’s gonna find me“, „In the Rain“) um im nächsten Moment wieder verträumt über lange Landstraßen zu gleiten („Jaqueline“, „Rebecca You“). Manchmal rätselhaft und verspielt klingen die Songs, aber ohne aufgesetzt zu wirken. Ganz groß! Vor allem für eine so junge Band. Nun denn, das Ganze gipfelt dann in einem Song names „She’s got a reason“, welcher prompt meine Top 10 2007 geentert hat. Der Song trägt einen soweit weg und erzeugt ein geradezu unheimliches Hochgefühl. Nur geil!

Der Sound dieses Albums ist ein etwas anderer als von den vorherigen Platten von The Coral. Er ist ein bisschen Retro, Vintage, so ein 60s-Klang und würde Herrn Tarantino ganz bestimmt gefallen. Manchmal erinnert er ein bisschen an The Doors… Reinhören! Und dann kaufen! Herrlich!

The Coral sind im übrigen vom 19. – 26 November in Deutschland zu Gast. Man sieht sich in Köln!

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